Ruhige Festtage für Polizei und Feuerwehr

Landkreis. Aus der Sicht von Polizei und Feuerwehr verliefen die Festtage weitestgehend ruhig. Nur in der Nacht zu Freitag kam es auf vereisten Straßen zu mehreren Verkehrsunfällen. Auch auf den Autobahnen kam es zu Behinderungen.

Freitag auf das Desma-Gelände ausrücken.

Zweimal musste die Feuerwehr am Freitag auf das Desma-Gelände ausrücken.

Zwar nahmen die Beamte meistens nur Blechschäden auf, der Gesamtschaden beläuft sich jedoch auf mehrere zehntausend Euro. „Warnmeldungen im Verkehrsfunk wurden oftmals ignoriert. Einigen Lastwagenfahrern musste die Weiterfahrt untersagt werden“, bilanziert die Polizei den Start in das Weihnachtswochenende.

Für drei Autofahrer wird die Nacht zu Heiligabend jedoch noch lange in Erinnerung bleiben. Gegen 1.45 Uhr meldeten sie sich bei der Rettungsleitstelle, da sie sich auf der Lindholzer Straße, diese verbindet Etelsen und Langwedel, in Schneeverwehungen festgefahren hatten. Die Besatzung eines Streifenwagens wollte helfen. Ohne Erfolg, auch das Fahrzeug der Polizisten blieb stecken. Deswegen rückten nachts die Helfer des Technischen Hilfswerkes an, um die Eingeschneiten aus ihrere misslichen Lage zu befreien.

„Sehr viel Glück“, so die Polizei, hatte der Fahrer eines Golfs am Heiligabend gegen gegen 10.35 Uhr. Auf einer vereisten Fahrbahn kam er kurz vor Neddenaverbergen rechts von der Fahrbahn ab. Erst kollidierte der Volkswagen mit einem Telefonmasten, anschließend rammte das Fahrzeug frontal einen Baum. Der Mann konnte sich selbst unverletzt aus dem Wrack befreien. Sein Golf hat nur noch Schrottwert.

Auch einige Ortsfeuerwehren im Kreisgebiet verzeichneten am Beginn des Wochenendes Einsätze. Durch die feuchten Schneemassen knickten selbst dicke Äste ab und blockierten Straße. Mit ihren Kettensägen konnten die Helfer die Hindernisse schnell in handliche Stücke bringen und von den Fahrbahnen räumen.

In dieser Halle hatte ein Brandmelder ausgelöst. Offensichtlich grundlos.

In dieser Halle hatte ein Brandmelder ausgelöst. Offensichtlich grundlos.

Das weitere Wochenende verlief für die Polizisten weitestgehend ruhig. Die Verkehrsteilnehmer hatten sich auf die vereisten Straßen eingestellt. Nur gelegentlich gab es kleine Blechschäden, weil Wagen auf ihre Vordermänner oder in Gräben rutschten.

Ein frühes und unsanftes Erwachen gab es am Samstagmorgen für die freiwilligen Feuerwehrleute aus Uesen und Achim. Die Brandmeldeanlage der Firma Desma hatte ein Feuer gemeldet. Sofort nach der Alarmierung eilten die Einsatzkräfte zu Fuß oder mit ihren Wagen zu den Feuerwehrhäusern, um sich dort mit ihrer Schutzausrüstung einzukleiden und anschließend die Einsatzfahrzeuge zu besetzen. Obwohl die schwierige Witterung nahezu alle Einsatzkräfte stark behinderte, rollten die Einsatzfahrzeuge schon nach wenigen Minuten voll besetzt mit Blaulicht und Martinshorn aus den Hallen.

Auf dem Betriebsgelände konnten die Feuerwehrleute recht schnell Entwarnung geben. Bei einer Begehung der betroffenen Halle konnte die Einsatzleitung weder Feuer noch Rauch bemerken. Deshalb konnten die Feuerwehr wenig später wieder einrücken. Doch noch am selben Tag wiederholte sich das Szenario. Erneut löste gegen 18.30 Uhr die Brandmeldeanlage aus. Diesmal ließen die freiwilligen Brandbekämpfer ihre Familien am Essenstischen zurück um möglichst schnell am Einsatzort zu sein. Erneut stellte sich der Alarm als falsch heraus.

Für die Zeit bis zum Jahreswechsel rechnen Meteorologen auch weiterhin mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Deswegen warnt die Polizei noch immer vor gefährlich glatten Straßen. Auf Bundes- und Landstraßen wird nicht mehr geräumt und gestreut. Auf den Autobahnen wird nur noch der rechte Fahrstreifen freigehalten.

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