Angelhaken saß im Schnabel fest
Achim (chb). Ein tierischer Notfall beschäftigte am Dienstag die Feuerwehr. Nahe der Jugendfreizeitstätte Clüverswerder hatte ein Schwan sich mit seinem Schnabel in einem Angelhaken verbissen. Hilflos und mit dem Kopf nach oben paddelte der weiße Vogel aufgeregt im Kreis herum, konnte sich aber trotz aller Versuche nicht befreien.
| Gefangen: Der Schwan hatte sich an einem Angelhaken verfangen. |
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„Wir gehen hier öfters auf dem Deich spazieren. Normalerweise ziehen sich die Schwäne immer sofort zurück, wenn Menschen in ihre Nähe kommen. Doch dieses mal war das nicht der Fall“, erzählen Martina und Holger Cyriacks. Die beiden Spaziergänger bemerkten schnell die missliche Lage des Tieres. Der Vogel hatte sich nicht nur in dem Haken festgebisssen, die Angelschnur hatte sich zu allem Überfluss auch noch an einem Ast verfangen. Für den Schwan gab es kein Entkommen. Martina Cyriacks alarmierte die Rettungsleitstelle. Der Disponent entschied, die Achimer Ortsfeuerwehr mit ihrem Boot zu entsenden.
Trotz ihrer recht geländegängigen Fahrzeuge konnten die freiwilligen Helfer vor Ort wenig ausrichten. Erst mit einem Traktor konnten sie ihr Equipment über den Deich zum Schwanenteich transportieren. Hier mussten sie einen Stacheldrahtzaun durchtrennen und verschafften sich so Zugang zum Ufer und dem Tier. Die Feuerwehrleute mussten behutsam vorgehen. Mittlerweile war nämlich der Schwanen-Gatte eingetroffen und setzte mehrfach zu Angriffen auf die Helfer an. |
Während sich die Feuerwehrleute bereit machten, das Boot ins Wasser zu lassen und den Ast in luftiger Höhe abzusägen, schaffte es der Schwan dann doch noch, sich loszureißen. Als ob nichts gewesen wäre, schwammen die Tiere auf dem Teich davon