Kein Kompromiss im Mauerstreit in Sicht
Achim-Uphusen (chb). Sie ist rund zwei Meter hoch, besteht aus einfach gemauerten Steinen und weist einen Neigungsgrad auf, den selbst der Schiefe Turm von Pisa nicht zu bieten hat. Die Mauer und ein rund drei Meter breiter Streifen, beides im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilien (BIMA) in Soltau, sorgt zur Zeit für großen Ärger unter drei Anwohnern der Straße „Auf dem Brauberg“. Denn diese sind in der Zwickmühle. Wenn sie nicht kaufen, können sie ein Absacken ihrer Grundstücke nicht verhindern.
| Die Mauer wird wohl bald einstürzen, die dahinter liegende Grundstücke absacken. |
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Hintergrund des Streits: Seit mehreren Jahren möchte die Bundesanstalt die Flurstücke an die direkten Nachbarn verkaufen. Anfangs noch zu einem Preis von 20 Euro pro Quadratmeter, mittlerweile würden sich die Vermögensverwalter auch mit einem Viertel zufrieden geben.
„Wir haben nichts dagegen, unsere Grundstücke um drei Meter zu verlängern“, sagen die Nachbarn Martina Guttmann und Olaf Dykau. Allerdings wäre ein Kauf mit erheblichem Ärger verbunden. „Die Mauer steht bereits so schief, dass wir sie bereits provisorisch abstützen müssen. Bald wird sie einstürzen“, beklagt Martina Guttmann. Kauft sie das Grundstück nicht, und bricht die Mauer ein, muss sie befürchten, dass ihr Garten großflächig absackt. Will sie dies verhindern dann muss sie kaufen und eine neue Mauer errichten. Und das kostet mehrere Tausend Euro. |
Bei einem Ortstermin mit Mitgliedern der Achimer CDU-Fraktion, dem Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel sowie zwei BIMA-Vertretern kam man sich gestern kein Stück näher. Die Anwohner wollen kaufen, aber nur wenn der Bund zuvor eineneue Mauer errichtet. Doch dieser ist dazu nicht bereit. „Laut Gesetz sind wir nicht verpflichtet, die höher liegenden Nachbarn zu schützen, die müssen selbst Vorkehrungen treffen“, so Hein Winkelmeier von der Soltauer Bundesanstalt