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Eine Klasse außer Rand und Band



Achim (chb). Ein Papierflieger segelt durch die Luft und prallt gegen die Tafel, unvermittelt verlässt ein Mädchen den Klassenraum, die anderen Schülerinnen quasseln aufgeregt. „...und ständig dieser Lärm“, tönt der Ärzte-Hit aus dem Handy eines Mädchens in der ersten Reihe. Der Lehrerin mit der großen Brille wird das alles zu viel und mahnt: „Mach doch bitte endlich dein Handy aus“. „Achtung Schreckschraube“, schallt es im Chor zurück.“ Man mag meinen: Eine Klasse außer Rand und Band. Aber das mitten in den Osterferien? Da kann etwas nicht mit rechten Dingen zugehen!

Die Mädchen arbeiten mit viel eifer an dem Theaterstück.
  Die elf- bis fünfzehnjährigen Mädchen aus Achim proben im blauen Saal des Kulturhauses Alter Schützenhof (Kasch) nur ein Theaterstück. Organisiert wurde das Projekt von Birgit Stickan vom Emma-Mädchenmobil. „Unser Theaterstück handelt von der Lehrerin Liselotte Euler. Sie hat ihren ersten Tag an der Schule und wird gleich zu beginn von den Mädchen einer ihrer Klassen fertiggemacht“, sagt die Regisseurin, „dann versucht eine Schülerin der verzweifelten Lehrerin zu helfen, steht aber am Ende selbst alleine da.

Da das Stück über Mobbing handelt, ist es für die Altersklasse der sieben Teilnehmerinnen sehr interessant“, so die Organisatorin. Auch die Mädchen haben an dem einwöchigen Projekt jede Menge Spaß. „Da wir zu wenig Zeit haben, Texte auswendig zu lernen, improvisieren wir bei jedem Durchgang“, freut sich eine der Teilnehmerinnen, „es ist echt lustig, was bei den Proben manchmal für unterschiedliche Fassungen herauskommen.“
„Mir gefällt es am besten, endlich einmal ungestraft eine Lehrerin zu ärgern“, schmunzelt eine weitere Teilnehmerin. „Aber in der Schule würde ich mich das nicht trauen, denn eigentlich sind alle meine Lehrer ganz ok.“ Das Theaterstück soll jetzt vor Eltern, Geschwistern und Freunden aufgeführt werden. Premiere ist am kommenden Freitag, 14. März, im Kasch. Beginn ist um 16 Uhr.
 
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