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Rathausmitarbeiter im Warnstreik



Achim (chb). Nachdem gestern die Gewerkschaft ver.di ihren Warnstreik im öffentlichen Dienst erheblich ausgeweitet hatte, legten auch im Achimer Rathaus 60 Beschäftigte ihre Arbeit nieder. Mit einem von der Polizei begleiteten Protestmarsch von Uesen bis auf den Bibliotheksplatz machten die Streikenden ihren Forderungen nach deutlichen Gehaltssteigerungen Luft. Sehr zum Ärger zahlreicher Autofahrer, die sich nur im Schneckentempo in Richtung Innenstadt quälen konnten.

In einem Protestmarsch zogen die Mitarbeiter vor das Achimer Rathaus.
  Nach dem Marsch über Obernstraße, Schmiedeberg und Fußgängerzone sammelten sich die Protestler auf dem Bibliotheksplatz. Hier schwor der Bremer ver.di-Gewerkschaftssekretär Thomas Warner die Warnstreikenden auf den bevorstehenden Arbeitskampf ein.

„Wenn die Arbeitgeber weiterhin blockieren, dann wird dies heute nicht der letzte Warnstreik gewesen sein“, rief Warner über Megafon seinen applaudierenden 60 Zuhörern zu. Anschließend warnte er die Streikenden, dass hinter den bisherigen Angeboten der Verhandlungsführer der Arbeitgeber nur Mogelpackungen steckten. „Aber wir werden keine Mogelpackungen akzeptieren, wir wollen acht Prozent mehr Lohn für alle durchsetzen.“ Weiter sagte der Gewerkschaftssekretär: „Die Kassen sind doch voll, es kann doch nicht angehen, dass nun angeblich kein Geld mehr für die Bediensteten im öffentlichen Dienst mehr da sein soll.“Der Gewerkschaftler sprach sich auch dafür aus, dass vor allem die unteren Lohngruppen endlich profitieren müssten.
Nach der Kundgebung auf dem Bibliotheksplatz ging es für die Achimer Demonstranten erst richtig los. Mit einem Bus reisten sie zu einer weiteren ver.di-Großdemonstration nach Osterholz-Scharmbeck. Dort protestierten rund 3000 Teilnehmer.
 
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