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Zehnjährige wird Deutsche Meisterin



Achim (chb). „Das war absolut stark“, schildert Trainer Timo Böhm seinen Eindruck von der dritten Deutschen Meisterschaft im Becher Stapeln. 31 Aktive vom TSV Achim konnten sich für den Wettbewerb qualifizieren und machten sich am frühen Sonnabend auf den Weg zum Austragungsort Salzkotten in Nordrhein-Westfalen.

„Im vergangenem Jahr mussten wir improvisieren und mit mehreren Fahrzeugen zur Meisterschaft reisen, in diesem Jahr waren wir so viele Teilnehmer, dass wir einen eigenen Bus chartern konnten“, sagt Timo Böhm. Zusammen mit seiner Mutter engagiert sich der 24-Jährige schon seit Jahren für den neuen Trendsport Sport Stacken. Mit großem Erfolg: Bei der Deutschen Meisterschaft erlangten die Achimer insgesamt sieben dritte sowie sieben zweite Plätze. Aber auch eine strahlende Deutsche Meisterin kehrte im Bus Heim.

Natascha Enkemeier ist frisch gebackene Deutsche Meisterin.
  „Das Interesse an dem Trendsport steigt immer mehr“, berichtet Timo Böhm. Neben acht Fernsehteams waren auch viele Fotografen in der Halle, um über die Deutsche Meisterschaft zu berichten. „Klar gab es da einige Reibereien, besonders mit den ganz jungen Sportlern. Wenn man die Kleinen auf einen Wettkampf vorbereitet hatte, sie innerlich ruhig waren und fast schon vor den Wertungsrichtern standen, dann ist es natürlich ärgerlich, wenn sich ein Kameramann zu einem Interview heranpirscht“, so Timo Böhm. „Aber andererseits hilft das große Medieninteresse auch, den Sport deutschlandweit bekannter zu machen.“

Die erfolgreichste Sportlerin aus Achim heißt Natascha Enkemeier. Insgesamt räumte sie bei der Meisterschaft drei Pokale und zwei Medaillen ab. In der Disziplin 3-6-3 reichte es in ihrer Altersklasse sogar für einen Deutschen Meistertitel.

„Seit mehreren Jahren Tanze ich im Verein. Dann habe ich mit dem Becherstapeln angefangen und bin aus Spaß dabei geblieben“, erzählt die Zehnjährige. Auch ihren Vater hat sie mittlerweile mit dem Sport angesteckt, nur ihre Mutter feuert die beiden Familienmitglieder lieber von der Tribüne aus an. „Aber die überreden wir auch noch“, verrät die frische Deutsche Meisterin. Mittlerweile hat sie in ihrem Zimmer zwei Regale für ihre Pokale und Medaillen reserviert. Doch die Stellfläche reicht schon bald nicht mehr aus. „Ich bleibe auf jeden Fall beim Sport Stacken und glaube, dass Becherstapeln eine große Zukunft hat“, erzählt sie. „Vielleicht wird auch irgendwann mal eine olympische Disziplin aus dem Sport.“
 
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