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Brief entpuppt sich als Glücksfall



Achim (chb). Zur Zeit leben rund 266300 Einwohner in Petrosawodsk, einer Stadt im Nordwesten von Russland. Zwölf junge Einwohner haben in den kommenden Sommerferien Gelegenheit, erstmals im Rahmen einer Jugendbegegnung Achim und Umgebung kennen zu lernen. Auch ein Gegenbesuch ist bereits in Arbeit.

Sozialarbeiter Achim Franz zeigt Petrosawodsk, einer Stadt im Nordwesten von Russland.
  Organisiert wird die Aktion von Sozialarbeiter Achim Franz vom Achimer Jugendtreff und Erika Wutz-Reeßing, der Schulsozialarbeiterin der Achimer Hauptschule. „Ein solcher Austausch war schon immer ein Traum von uns beiden. Durch einen Zufall konnten wir das Projekt nun verwirklichen“, freut sich Achim Franz, „in der Vergangenheit haben wir schon öfter unsere Fühler zu Jugendeinrichtungen in Russland ausgestreckt, aber sind dabei auch immer schnell gescheitert. Sowohl an den Sprachproblemen als auch der Tatsache, dass man dortige Jugendtreffs nicht einfach im Telefonbuch findet.“

Ein Brief der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch beendete die Suche nach einem Projektpartner abrupt. Achim Franz wurde mit 21 weiteren Sozialarbeitern zu einer Partnerschaftsbörse in St. Petersburg eingeladen. Vor Ort konnten die deutschen Jugendarbeiter Kontakt mit russischen Sozialarbeitern aus dem ganzen Land aufbauen. „Dort bin ich mit Berufskollegen aus Petrosawodks in Kontakt gekommen.
Unsere Ideen stimmten einfach überein, dann ging alles ganz schnell“, berichtet Franz. Nach ersten Planungen sollen 12 Russen im Alter von 9 bis 19 Jahren schon in diesen Sommerferien nach Achim kommen. Ihr Aufenthalt dauert vom 4. bis zum 10. August. Untergebracht sind sie nicht bei Gastfamilien, sondern übernachten in einer Bremer Jugendherberge.

Um Verständigungsprobleme macht sich der Achimer Sozialarbeiter keine sorgen. „Es sind Übersetzer mit dabei, außerdem lernen einige Jugendliche Deutsch in der Schule.“

Der Achimer Jugendtreff sucht nun nach 12- bis 17-Jährigen, die sich an dem Projekt beteiligen wollen. Neben Stadtbesichtigungen in Achim und Bremen sind eine Wattwanderung nach Neuwerk und ein Tag im Bremer Universum geplant.

„Das Projekt richtet sich insbesondere an Jugendliche aus finanzschwachen Familien, die sonst keine Möglichkeit haben, an einem Austausch teilzunehmen“, sagt Achim Franz. So werden die Reisekosten von der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch bezuschusst. Ein Gegenbesuch der Achimer Jugendlichen ist für 2009 in den Sommerferien geplant.

Wer sich für das Projekt interessiert, kann sich bei Sozialarbeiter Achim Franz (Telefon 0172/ 5974470) melden.

 
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