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Heidemeyer: „Jugendliche auch überfordert“



Karlheinz Heidemeyer von der Handelskammer Bremen war als Dozent geladen.
  Achim (chb). „Wenn wir über das Schulsystem diskutieren, dann reden wir nicht von uns, sondern von unseren Kindern. Man sollte bedenken, dass Kinder unsere Zukunft sind und sie einmal den Bestand unserer Gesellschaft sichern sollen“, unterstreicht Karlheinz Heidemeyer. Der Geschäftsführer für den Bereich Ausbildung bei der Handelskammer Bremen war als Dozent beim Clubabend im Haus Hünenburg geladen.

Nach seinem Vortrag diskutierte er mit den Gästen zum Thema Bildung. Karlheinz Heidemeyer war einige Jahre als Anwalt tätig, bevor er seine berufliche Tätigkeit in Jakarta fortsetzte. Neun Jahre hielt es den Juristen in Indonesien, bevor es ihn wieder in sein Heimatland zog. Durch Kontakte, die er bereits in Jakarta aufbaute, übernahm er eine neue Aufgabe in der Bremer Handelskammer. Hier ist er seit mehreren Jahren als Geschäftsführer für den Bereich Ausbildung zuständig. Trotzdem hat er seinen Wohnsitz in seinem Heimatbundesland Niedersachsen. „Also kann ich die Situation auch mit einem Blick von außen betrachten“, sagt Heidemeyer.

Nach seiner Meinung bringen Diskussionen über das Schulsystem nichts, wenn einige Lehrer vor Ort nicht in der Lage sind, ihren Unterricht vernünftig zu gestalten.

Zu dem Hintergrund, dass immer weniger Jugendliche einen Ausbildungsplatz finden, sagt er: „Manche Jugendlichen sind nicht motiviert, einige mit den Inhalten einer Ausbildung auch überfordert. Manch eine Bewerbung ist ein Witz. Auf 100 Wörter kommen 100 Rechtschreibfehler. Da fragt man sich doch, welche Bereitschaft die Bewerber haben, überhaupt ausgebildet zu werden.“
 
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