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Von Strophen und Katastrophen



Achim-Bierden (chb). Unter dem Motto „Die Narren sehen’s heiter, der Zirkus, der geht weiter“ feierten mehrere Hundert als Bienen, Sträflinge, Hexen und Seeräuber kostümierte Jecken in der festlich geschmückten Hermannshalle des Gasthauses Meyer ausgelassen bis in den frühen Morgen. Schon immer haben sich die Bierdener Karnevalisten bei ihrer großen Prunksitzung besonders bunt und einfallsreich kostümiert, doch in diesem Jahr übertrafen sie sich selber.

Als Seeräuber kostümiert feierten diese Jecken durch die Nacht.
  Mit einem lauten Kanonen-Knall eröffneten zwei Kanoniere die Sitzung. Im hohen Bogen flogen die Konfetti von der Bühne auf die Tische in den ersten Reihen. Kurz darauf regneten hunderte bunte Luftballons von der Balustrade des Saals herunter.

Wie auch in den Vorjahren sorgten drei Tanzgruppen für gute Stimmung im Publikum. Sowohl die große als auch kleine Garde legten in ihren farbenfrohen Kostümen flotte Tänze aufs Parkett. Die reizenden Tänzerinnen der Formation „Déjà vu“ boten ebenso eine mitreißende Show. Die jungen Frauen ließen dabei so manches Männerherz höher schlagen.

Die „Strophen und Katastrophen“ der vergangenen zwölf Monate verarbeitete der „Bierdener Narr“ alias Horst Karaschewski in seinem närrischen Jahresrückblick. Politik, Gesellschaft und Sport hatten dem Büttenredner wieder reichlich Vorlagen geliefert. Karaschewski verpackte die kleinen und großen Pannen und Skandale in Reime. So scherzte er über die Liaison des kleinen Franzmann Sarkozy, das Dschungelcamp, Rauchverbot und Eva Hermann. Auch lokale Themen griff er auf. Neben der Tropfsteinhöhle Rathaus war die Aufwertung der Stadt für die Touristen ein Thema.
Nur wenige Jecken hielt es beim Auftritt von Susanne Rechten als „Mary“ auf ihren Stühlen. In ihrer unnachahmlichen Art und Weise setze sie ihre Pointen zum Thema „Bauer sucht Frau“ so unerwartet, dass die Zuhörer so manches Mal laut losprusteten und vereinzelt mit hochroten Köpfen nach Luft schnappten.

Musikalisch ging es mehrfach am Abend zu. So spielte die Kapelle „Happy End“ zum Schunkeln auf. Mit ihrem Mottolied „Ein Stern, der über Bierden steht“ brachten die vier „Ballermann Schicksen“ den Saal zum Kochen. Beim Partymix der „Hota’s“ tanzten die Jecken in einer langen Polonaise mitsingend und schunkelnd mehrfach durch die Tischreihen.

Das Musikwissen der Bierdener Jecken testeten die beiden Travestie-Künstler „Manny und Rolf“. Außerdem outete Manny den Achimer Ehrenbürgermeister Christoph Rippich als Fan der Amerikanischen Sängerin Britney Spears.

Als Höhepunkt der Prunksitzung entpuppte sich erneut das beliebte Bierdener Besenballett, dass auch gleichzeitig den Abschluss der großen Prunksitzung bildete. „Dem Auftritt der sexy Fußballer haben wir schon den ganzen Abend entgegengefiebert“, schwärmte eine Gruppe Frauen. In ihren äußerst freizügigen Kostümen wirbelten die acht verkleideten Sportler grazil und synchron über die Bühnenbretter. Zeitgleich begann es im Saal zu brodeln, das Publikum jubelte und feuerte die Tänzer an, mehr zu geben. Natürlich durfte da eine Zugabe nicht fehlen.

 
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