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Erste Ausrückgemeinschaft im Stadtgebiet gegründet



Achim (chb). In Achim werden die Feuerwehrleute knapp. Immer weniger Frauen und Männer der sechs Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet können werktags zu Einsätzen ausrücken. Grund: Neben Problemen mit den Arbeitgebern sind immer mehr Aktive so weit außerhalb der Stadtgrenzen beschäftigt, dass Alarmpieper nicht mehr auslösen.

Die Brandbekämpfer informierten sich am Montag über die unterschiedliche Ausstattung ihrer Fahrzeuge.
  Die Badener und Uesener Ortsfeuerwehren haben regelmäßig Probleme, ein Fahrzeug voll zu besetzen. Das hat diese Wehren dazu veranlasst, eine Ausrückgemeinschaft zu bilden. „Wir haben schon oft darüber gesprochen. Erst in den letzten Jahren hat sich die Situation so weit verschärft, dass wir handeln mussten“, berichtet der Badener Ortsbrandmeister Lutz Schröder.

Kommt es in Baden oder Uesen künftig zu einem Einsatz, werden automatisch beide Ortsfeuerwehren alarmiert. Allerdings gilt diese Regelung nur montags bis freitags in der Zeit von sieben bis 18 Uhr. Kommt es in den Abendstunden oder am Wochenende zu Einsätzen, entscheidet der Disponent der Rettungsleitstelle in Verden, ob er die benachbarte Wehr mitalarmiert.
„Wir haben das Rad nicht neu erfunden. In vielen Gegenden ist dieses Prinzip gang und gäbe“, erläutert Lutz Schröder. Für die Situation jedes einzelnen Feuerwehrmitgliedes hat er Verständnis. „Wir haben in Baden zwar 48 aktive Feuerwehrleute, aber man darf nicht vergessen, dass wir eine Freiwillige Feuerwehr sind“, so Lutz Schröder. „Nicht alle Helfer können oder dürfen im Alarmfall alles stehen und liegen lassen und zum Feuerwehrhaus eilen. Zwar gibt es einige Firmen, die ihre Mitarbeiter freistellen, aber das wird immer seltener. Hinzu kommen die Pendler, bei denen Aufwand und Nutzen in keinem Verhältnis stehen“, so Lutz Schröder.

Den Kräftemangel bei Einsätzen bestätigt auch Stadtbrandmeister Olaf Dykau. „Noch vor 20 Jahren waren viel mehr Feuerwehrleute direkt im Ort beschäftigt und es gab deutlich mehr landwirtschaftliche Betriebe, die traditionell viele Kräfte stellten. In Sachen Pendler macht sich die schwierige Lage auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar“, meint Dykau.

Uesens Ortsbrandmeister Stefan Dohrmann kündigt deshalb an: Badener und Uesener Feuerwehrleute werden künftig vermehrt zusammen trainieren, um gemeinsam für den Ernstfall gewappnet zu sein. Um im Notfall nicht erst nach dem nötigen Equipment suchen zu müssen, haben sich die Brandbekämpfer aus beiden Ortswehren am Montag im Badener Feuerwehrhaus über die Technik der jeweils anderen Wehr informieren lassen. Hintergrund ist vor allem die unterschiedliche Ausstattung der Einsatzfahrzeuge.

Wer die Feuerwehren in Baden, Uesen oder anderswo im Landkreis Verden aktiv unterstützen möchte, meldet sich im nächst gelegenen Feuerwehrhaus oder beim zuständigen Ortsbrandmeister.

 
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