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69-Jährige stirbt bei Hausbrand



Achim (chb). Trotz aller Bemühungen von über 60 Feuerwehrleuten konnten die Einsatzkräfte heute am frühen Morgen eine 69-jährige Frau nur noch tot aus dem Obergeschoss ihres Wohnhauses am Flachskamp bergen. Ein Feuer hatte sich binnen Minuten über beide Etagen des Gebäudes ausgebreitet und es komplett zerstört.

Die Flammen breiteten sich binnen Minuten über beide Etagen aus.
  Um kurz vor 6.30 Uhr entdeckte ein Nachbar den Brand. „Es klang so, als wenn jemand Holz hacken würde. Als ich realisierte, dass es dafür viel zu früh ist, schaute ich durchs Fenster. Das Wohnzimmer meiner Nachbarin brannte zu dem Zeitpunkt bereits lichterloh“, beschreibt der Mann die Situation. Sein Versuch, in das brennende Wohnhaus zu gelangen und die 69-Jährige zu retten, schlug Fehl.

Mit einer Leiter und unter schwerem Atemschutz stiegen die ersten am Einsatzort eintreffenden Feuerwehrleute zwar noch auf den Balkon des Schlafzimmers, mussten sich aber nach wenigen Sekunden wieder zurückziehen, da sich die Flammen explosionsartig ausbreiteten.
Insgesamt rückten über 60 Einsatzkräfte der Achimer, Bierdener und Uphuser Ortsfeuerwehren aus. Trotz massiven Wassereinsatzes aus mehreren Rohren und von der Drehleiter aus konnten die Brandbekämpfer das vollständige Ausbrennen des Wohnhauses nicht verhindern.

Das Feuer ist vermutlich im Erdgeschoss ausgebrochen und hatte sich dann binnen Minuten auf das erste Stockwerk und den Dachboden ausgebreitet. Um die letzten Glutnester im Dachstuhl ablöschen zu können, entfernten die Feuerwehrleute die Dachpfannen.

Eine Verpflegungseinheit vom Deutschen Roten Kreuz versorgte die erschöpften Helfer mit Kaffee und einem Frühstück. Währenddessen nahmen Beamte eine spezielle Tatortgruppe der Polizei erste Ermittlungen zur Brandursache auf. Das Haus wurde bei dem Brand komplett zerstört, die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden vorläufig auf 350 000 Euro.

Für einige aktive Feuerwehrleute entwickelte sich der Einsatz besonders tragisch. Bei der verstorbenen Hausbewohnerin handelt es sich um ein Mitglied einer Familie, die seit Generationen fest in der Achimer Ortsfeuerwehr verankert ist. Die Angehörigen wurden noch an der Einsatzstelle von einem Seelsorger betreut.

 
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