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Mit Gitarrensound gegen Rechts



Achim (chb). „Zusammen können wir etwas verändern. Lasst es uns gemeinsam angehen", animierte die Leadsängerin der Rotenburger Band Cubish das Publikum. Rund 150 Gäste hatten sich am Sonnabend im Kulturhaus Alter Schützenhof eingefunden, um beim „Aufmucken gegen Rechts"-Konzert ein musikalisches Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzten. Der Abend im Kasch bildete den Abschluss einer Aktionswoche gegen Rechtsextremismus.

Fünf Bands rockten beim Abschluss der Aktionswoche gegen Rechtsextremismus.
  „Die paar Idioten können uns doch nicht die gute Laune verderben", war von einem Punker zu hören. Kurz zuvor hatte sich eine kleine Gruppe Rechtsradikaler vor dem Veranstaltungsort ein Wortgefecht mit Besuchern geliefert. Sogar von einer Rangelei sprachen einige Gäste. Die Polizei reagierte schnell: Hundeführer und weitere Einsatzkräfte trennten die Kontrahenten, kurze Zeit später traten Rechten den Rückzug an.

„Fast jeder hat schon seine Erfahrungen mit Rechten gemacht. Vor zwei Wochen wurde mein Cousin von Neonazis in Verden krankenhausreif geprügelt. So etwas darf einfach nicht vorkommen", sagt Leadsängerin Susan von der Band Cubish. „Deshalb ist es uns wichtig, ein Zeichen gegen Nazis zu setzten", findet Musiker Paul.
Auch die Achimer Newcomer von Traumfänger rockten gegen Rechts. „Man muss rigoros und viel mehr gegen Rechtsradikalismus vorgehen. Da helfen sicherlich auch solche Konzerte. Allerdings ist es schon ein wenig schade, dass nicht mehr Besucher den Weg ins Kasch gefunden haben. Haben die etwa Angst?", fragt Schlagzeuger Marco von den Traumfängern.

Auch Mitveranstalter Dennis Meinken vom Kasch war mit der Besucherzahl nicht zufrieden, plant aber künftig weitere Konzerte mit gleicher politischer Zielsetzung. Die Aktionswoche als ganzes wertet er als Erfolg. „Wir haben nicht nur das Abschlusskonzert veranstaltet, sondern es gab mehrere Aktionen. Die Diskussionsrunde mit Schülern und dem Soziologen Cornelius Peltz über Rechtsextremismus war beispielsweise sehr gut besucht", so der Aktions-Organisator vom Kasch.

Die Ausstellung im Foyer des Kulturhauses wurde ebenfalls gut angenommen. „Zwar war es nie überlaufen, aber es kamen oft Besucher, die sich reichlich Zeit zum lesen und informieren genommen haben", so Meinken.

Gefördert und unterstützt wurde die Aktionswoche gegen Rechtsextremismus von zahlreichen Bündnissen, Parteien im Landkreis Verden, dem Kommunalen Kino Achim und „k-roof events and more".

 
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