Land unter in Achims Innenstadt
Achim (chb). Schwüle Luft, dunkle Wolken, Blitz und Donner: Über Achim ist ein lokales Unwetter hinweg gezogen. Während in Verden und Bremen die Leute der Sonne saßen, gab es in Achim richtig was aufs Dach. Die Feuerwehren Achim, Uesen und Bierden war im Dauereinsatz. Der Schaden hielt sich in Grenzen.
| Wasserspiele am Schmiedeberg. |
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Gegen 16 Uhr setzte in Achims Zentrum starker Regen ein. Auch Hagelkörner fielen vom Himmel. Binnen Minuten waren einige Straßenzüge überflutet. Gegen 16.30 Uhr erreichte Stadtbrandmeister Olaf Dykau die erste Alarmmeldung. Bremer Straße, Obernstraße, Mühlenstraße und Teile der Vogelsiedlung waren überflutet. „Der Bordstein war nicht mehr zu sehen“, sagte ein Polizeisprecher beim Blick auf die Obernstraße. Die Gullys konnten die Wassermassen nicht mehr schlucken und liefen über. Teilweise waren die Einläufe durch Laub und Unrat verstopft. Allein die Ortsfeuerwehr Achim war mit 25 Einsatzkräften unterwegs. Auch einige Keller waren voll gelaufen. |
Gegen 16.45 Uhr erschreckte ein lauter Knall die Innenstadt. Der Grund: Im Reitverein Grabensee in der Mühlenstraße war ein Blitz eingeschlagen. „Außer einem Stromausfall ist aber nichts passiert“, erklärte der diensthabende Polizeibeamte. Kaum war dieser Einsatz, der kein richtiger war, beendet, ging es weiter zur nächsten Station. Diesmal fuhren die Feuerwehrfahrzeuge mit Blaulicht am Rathaus vor. Das Wasser war in die dortigen Ladengeschäfte eingedrungen. Die Feuerwehrleute schütteten Sandsperren auf. Da konnten die Ladenbesitzer etwas aufatmen, nachdem sie schon eine Stunde lang vergeblich versucht hatten, sich mit Tüchern und Eimern gegen das Wasser zu wehren.
Neben der Achimer Wehr waren auch die Feuerwehrkameraden aus Uesen und Bierden im Einsatz, berichtete Olaf Dykau. Auch das Technische Hilfswerk wurde zu Hilfe gerufen. Nicht zu vergessen sind die Mitarbeiter des Klärwerkes. Eine Hauptaufgabe war es, die verstopften Gully-Siebe zu reinigen. Olaf Dykau rechnete gestern gegen 18 Uhr mit insgesamt etwa acht bis zehn Einsätzen der Feuerwehren. Über den entstandenen Schaden konnten noch keine Angaben gemacht werden.