Ungebremst auf Lastwagen aufgefahren
Achim (chb). Ein Verkehrsunfall auf der Autobahn A27 zwischen der Anschlussstelle Achim-Nord und dem Bremer Kreuz hat am späten Donnerstagabend zwei Schwerverletzte gefordert. Die Polizei musste die Autobahn für zwei Stunden komplett sperren, der Verkehr staute sich auf über zehn Kilometer. Die Höhe des Sachschadens schätzen die Beamten der Autobahnpolizei auf rund 25 000 Euro.
| Beide Insassen erlitten schwere Verletzungen. Der Golf besitzt nur noch Schrottwert. |
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Um kurz nach 23 Uhr war ein 32-jähriger Golffahrer aus dem Landkreis Leer mit einem 25-jährigen Beifahrer auf der Autobahn 27 unterwegs. Nachdem er kurz vor dem Bremer Kreuz einen Schwertransporter überholt hatte, übersah er einen mit Kies beladenen Sattelkipper und fuhr fast ungebremst auf. Durch den Aufprall hat sich der Golf bis zur Hinterachse des Lastwagens geschoben und riss dabei den Unterfahrschutz ab. Das vordere Dach des Golfs wurde eingedrückt.
Schon vor dem Eintreffen der ersten Feuerwehrleute konnten die Helfer vom Rettungsdienst die beiden schwer verletzten Insassen ohne Einsatz von technischen Geräten aus dem Wrack befreien. Die Verletzten mussten vom Notarzt versorgt werden. |
Vor allem der Beifahrer hatte schwerste Verletzungen erlitten, da sein Sitz die Windschutzscheibe durchschlug. Ungesicherte Schrankteile auf der Rücksitzbank hatten den Sitz beim Aufprall aus der Verankerung gerissen. Die Feuerwehrleute streuten die ausgelaufenen Kraftstoffe ab und reinigten die Fahrbahn.
Nach dem Einsatz übte der Pressesprecher der Achimer Ortsfeuerwehr Kritik am Verhalten einiger Autofahrer. "Für die Einsatzkräfte war es sehr schwierig, sich mit den großen Fahrzeugen durch den Rückstau zu manövrieren. Eine Rettungsgasse war teilweise gar nicht vorhanden", berichtet Frank Boblat.
Er appellierte in diesem Zusammenhang an die Vernunft der Autofahrer: "Bei Stau oder bei einem Unfall ist sofort zwischen der linken und der mittleren Fahrspur eine Rettungsgasse zu bilden. Außerdem muss ausreichend Rangierabstand zu den vorausfahrenden Fahrzeugen eingehalten werden", erklärt Frank Boblat.