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Protest gegen geplante Ost-West-Trasse



Achim (chb). Mit Spruchbändern und Plakaten zog am Mittwoch ein Protestzug vom Biohof Tewes durch die Leipziger Straße zum Sportheim am Freibad und anschließend zur Turnhalle der Astrid-Lindgren-Schule. Rund 150 Gegner der geplanten Ost-West-Trasse machten so ihrem Ärger Luft.

150 Bürger beteiligten sich an dem Protestzug.
  Die geplante Straße soll von der Landesstraße 156 (Uesener Feldstraße) über Leipziger Straße, Am Freibad bis zur Landstraße 167 (Embser Landstraße) verlaufen. Im Gebiet Hassel-Ost soll zeitgleich ein neues Gewerbegebiet entstehen.

Der Protestzug durch das Viertel verlief friedlich. Wie auf den Plakaten zu lesen war, fürchten vor alle die Anwohner mehr Lärmbelästigung, höhere Feinstaubkonzentrationen sowie Gefahr für Kinder und Senioren. Ihre Bedenken trugen sie anschließend auf der anschließenden Bürgerversammlung, zu der die Stadt Achim eingeladen hatte, vor. Kaum einer der 200 Stühle blieb unbesetzt.
Mit klaren Worten und weiterhin unterschiedlichen Ansichten endete der Austausch zwischen Bürgern und Verwaltung nach rund zweieinhalb Stunden. „Ich denke, dass wir diese Entwicklung für die ganze Stadt brauchen“, unterstrich Uwe Kellner die „Notwendigkeit, nicht nur die gewerbliche, sondern ebenso die Wohn- und Freizeitentwicklung in Achim voranzutreiben". Zudem müsse die stets wachsende Verkehrsbelastung der Innenstadt verringert und auf die Schultern alle Achimer verteilt werden“, erklärte er.

Die Anwohner sind hingegen völlig anderer Auffassung. Sie wollen den jetzigen Status beibehalten und kündigen Widerstand gegen die geplante Trasse an. Sie befürchten, das die neue Straße wird irgendwann durch die Vogelsiedlung bis zur neuen, ebenfalls erst geplanten Autobahnanschlussstelle Achim-West, verlängert wird und zu einer Umgehungsstraße für Achim wird.

Auch über ein weiteres Problem wurde Diskutiert. Die Straße soll über das Areal des Biohofes Tewes verlaufen. Doch dieses Grundstück steht nicht zum Verkauf. „Es geht nicht ohne das Grundstück“, stellt jedoch Uwe Kellner klar.
 
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