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Unwetter hielt Feuerwehr in Atem



Achim (chb). Sie kam von Süden und zog über den ganzen Landkreis Verden: eine Gewitterfront mit sintflutartigen Regenfällen und hunderten Blitzeinschlägen hielt am Sonnabend für mehrere Stunden die Feuerwehren in Atem. Innerhalb weniger Minuten gingen zahlreiche Meldungen über Schäden und Brände ein. Allein die Verdener Feuerwehr zählte 17 Einsätze.

Einsatz für die Wärmebildkamera in der Mühlenstraße.
  Zu einem Dachstuhlbrand wurden die Achimer und Uesener Ortsfeuerwehren gegen 20.30 Uhr in die Mühlenstraße gerufen. Hier hatte ein Blitz in den Schornstein eingeschlagen, erste Löschversuche eines Nachbarn schlugen fehl. "Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs kamen bereits Flammen aus dem Dach", berichtet Frank Boblat, Pressesprecher der Achimer Ortswehr.

Ein schneller Löschangriff von innen und außen brachte den Brand rasch unter Kontrolle. Anschließend lösten die Feuerwehrleute von der Drehleiter aus die Dachpfannen und suchten mit einer Wärmebildkamera nach letzten Brandnestern. Aufgrund der Bauweise des Dachstuhls loderten immer wieder Flammen auf. Der Einsatz dauerte bis spät in den Abend. Die Helfer vom Deutschen Roten Kreuz versorgten die 45 Brandbekämpfer mit Essen und Trinken.
Nicht nur in der Mühlenstraße hatten die Einsatzkräfte der Feuerwehr viel zu tun. In der Schifferstraße wurde ein Feuer nach einem Blitzeinschlag gemeldet. Da die Uesener Ortsfeuerwehr bereits beim Dachstuhlbrand war, rückte die Badener Feuerwehr aus. Vor Ort konnte Entwarnung gegeben werden. Ein elektronisches Gerät hatte nach Überspannung bloß leicht gequalmt.

Auch der nächste Einsatz in der Clüverstraße verlief harmlos. Ein Blitz hatte in einem Wohnhaus für Überspannung gesorgt, dabei einige technische Geräte beschädigt. Die Einschläge des Gewitters verursachten vereinzelte Stromausfälle. Einige Bäume hielten den Kräften der Natur nicht stand und fielen um. Für Verdruss sorgten voll Wasser gelaufene Keller. Das Schützenfest in Ottersberg musste abgebrochen werden.

Auf den Straßen kam es infolge des starken Regens zu mehreren Unfällen. Ein Fahrer verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte auf der Autobahn 27 in Richtung Hannover kurz vor der Abfahrt Verden-Ost in die Leitplanke. Gegenüber der Polizei räumte er ein, zu schnell gefahren zu sein.In entgegengesetzter Richtung hatte sich schon ein paar Stunden vorher an der gleichen Stelle ein Unfall ereignet. Ein 29-Jähriger bremste aufgrund eines plötzlichen Regenschauers stark ab. Die hinter ihm fahrende 34-Jährige konnte nicht mehr anhalten und fuhr auf. Beide Fahrer und eine Beifahrerin wurden leicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden von 10 000 Euro.

Einem 20-Jährigen wurden auf der Autobahn 27 am Bremer Kreuz seine abgefahrenen Reifen zum Verhängnis. Er krachte mit seinem Cabrio gegen die Leitplanke. Mit vorschriftsmäßiger Bereifung wäre der Unfall zu verhindern gewesen, so die Polizei.

 
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