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Hertie-Stiftung zertifiziert Häusliche Krankenpflege



Achim (uln). Der ambulante Pflegedienst „Häusliche Krankenpflege Achim“ von Marc Detjen wird sich als erster Betrieb im Landkreis Verden von der Hertie-Stiftung zertifizieren lassen. Das Audit „familieundberuf“ ist ein bundesweit bereits vielfach erprobtes Managementinstrument zur Optimierung einer familienbewussten Personalarbeit.

„Es geht um familienbewusste Personalarbeit, Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung“, so Ulrike Helberg-Manke vom Überbetrieblichen Verbund im Landkreis Verden (ÜBV). Die Auditoren machen eine Unternehmensbestandsaufnahme, um anschließend gemeinsam mit Personalverantwortlichen sowie vom Unternehmen ausgewählten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Ziele und konkrete Maßnahmen für die nächsten drei Jahre zu erarbeiten. Die Ziele orientieren sich dabei am konkreten Bedarf des Betriebes. Mit der Verpflichtung der Unternehmensführung, die erarbeiteten Ziele umzusetzen, erhält das Unternehmen das Grundzertifikat der Hertie-Stiftung.

„Familienbewusste Personalarbeit wird zunehmend zum wichtigen Standortfaktor, erläutert Helberg-Manke die bundesweite Auditierung von Unternehmen. Ein Blick nach Bremen zeigt, dass bereits 25 Bremer Unternehmen im Rahmen der Auditierung „familieundberuf“ ihren Beschäftigten die Möglichkeit bieten, Erwerbs- und Familienarbeit besser zu vereinbaren. Und es werden kontinuierlich mehr. Der Bremer Arbeitsmarkt sei damit, so Helberg-Manke, eine ernstzunehmende Alternative für gute Fachkräfte, Spezialisten und hochmotivierte Frauen und Männer.

Ulrike Helberg-Manke, Geschäftsführerin des Überbetrieblichen Verbundes.
  Um den Anreiz zur Auditierung für Kreisverdener Unternehmen zu erhöhen, zahlt der Überbetriebliche Verbund den ersten fünf Verbundbetrieben, die sich für das Audit „familieundberuf“ entscheiden, auf Antrag einen Zuschuss von 500 Euro aus Vereinsmitteln. „Wir wollen die hiesigen Unternehmen motivieren, eine für ihren Betrieb zukunftsorientierte Personalarbeit zu entwickeln und umzusetzen“, so Axel Schulte, Erster Vorsitzender des ÜBV.

Darüber hinaus können kleine und mittelständische Unternehmen bis Ende 2007 außerdem das niedersächsische Förderprogramm zur Etablierung familienorientierter Unternehmensstrukturen im Rahmen des Audit „familieundberuf“ nutzen. Das Programm bietet Unternehmen mit maximal 50 Beschäftigten einen Zuschuss von 80 Prozent der Auditierungskosten (Eigenanteil: 1.750 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer). Betriebe mit maximal 100 Beschäftigten können einen Zuschuss von 60 Prozent der Kosten beantragen (Eigenanteil: 3.500,00 Euro zzgl. MWSt.). Betriebe mit maximal 250 Beschäftigten erhalten eine 50prozentige Förderung vom Land und der EU und müssen 5.125 Euro selbst tragen.
„Familienorientierung ist kein Etikett, sondern ein Prozess. Es geht nicht um einmalige Effekte, sondern um nachhaltige Veränderungen in den Unternehmen“, so Helberg-Manke. Hochqualifizierte Frauen und Männer würden weder auf Kinder noch auf berufliche Arbeit verzichten wollen. Angesichts des absehbaren Fachkräftemangels seien die Unternehmen gefordert, Bedingungen zu schaffen, die die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienarbeit ermöglichen – in allen Lebenslagen und mit kalkulierbaren Chancen und Risiken.

Informationen zur Auditierung und zur Bezuschussung von Verbundbetrieben gibt der ÜBV, Ulrike Helberg-Manke, Telefon 0 42 31 / 1 54 73, E-Mail: [email protected].

 
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