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Gefahrguttransporter stellte sich nach Unfall auf A1 quer



Achim-Uphusen (chb). Ein Unfall auf der Autobahn A1 zwischen der Anschlussstelle Uphusen und dem Bremer Kreuz hat gestern zwei Schwerverletzte gefordert. Die Autobahn wurde für mehrere Stunden voll gesperrt. Mitglieder des Gefahrgutzuges des Landkreises mussten die aus Reinigungsmitteln bestehende Ladung eines Transporters unter schwerem Atemschutz bergen. Der Sachschaden wird auf rund 150 000 Euro geschätzt.

Die Feuerwehr musste ausgetretenes Sulfat bergen.
  Kurz vor 9 Uhr hatte ein 58-jähriger Lkw-Fahrer aus den Niederlanden zu spät gebremst und war auf das Auto einer 38-jährigen Frau aufgefahren. Der Pkw wurde in den Seitenraum geschoben, anschließend prallte der Lkw frontal auf das Heck eines Silozuges. Durch den Aufprall stellte sich der Gefahrguttransporter quer. Der Fahrer wurde in den Trümmern seiner Kabine eingeklemmt und konnte erst nach einer halben Stunde von den Aktiven der Uphuser und Achimer Feuerwehr befreit werden. Der 58-Jährige wurde mit schweren Verletzungen in Krankenhaus gebracht, gleiches gilt für die Autofahrerin. Die Besatzung eines Rettungshubschraubers brauchte nicht eingreifen.
Da mehrere Säcke des mit Spezial-Reinigungsmitteln beladenen Gefahrguttransporters aufgeplatzt waren waren, rückte der Gefahrgutzug des Landkreises an. Ausgestattet mit Atemschutzgeräten und Chemiekalienschutzanzügen füllten die Feuerwehrleute das ausgetretene Sulfat, das in Reaktion mit Säure ätzende Dämpfe hervorrufen kann, um. Eine Gefahr für die Umwelt bestand nach Einschätzung eines Feuerwehrsachverständigen nicht.

Für die Dauer der Bergungsarbeiten musste die Autobahn bis 12.30 Uhr voll gesperrt werden. Der Verkehr staute sich auf einer Strecke von bis zu 14 Kilometern. Auch im Achimer Stadtgebiet kam es zu starken Verkehrsbehinderungen.

Die Beamten der Autobahnpolizei Langwedel, die durch die Tatortermittlungsgruppe Umwelt der Polizeidirektion Oldenburg unterstützt wurden, schätzen den entstandenen Sachschaden auf rund 150 000 Euro.

 
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