Bahnhof wird barrierefrei
Achim (chb). Trotz schneebedeckter Bahnsteige und Temperaturen um den Gefrierpunkt haben diese Woche die Modernisierungsarbeiten am Achimer Bahnhof begonnen. Noch bis Mitte 2006 soll dort an allen Ecken und Enden geschraubt und gehämmert werden, schließlich soll die Station ein ganz neues Aussehen erhalten.
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Nach Angaben von Bahnsprecher Holger Bajohra soll der mittlere Bahnsteig auf 210 Meter verkürzt und auf eine Einheitshöhe von 76 cm angeglichen werden. Da nach dem Umbau kein Höhenunterschied überwunden werden muss, werden die Fahrgäste noch sicherer in oder aus den Zügen steigen können. Doch das soll nicht der einzige behindertengerechte Umbau bleiben, verspricht Bajohra. So können sich ab nächstem Jahr Sehbehinderte an Blindenleitstreifen orientieren. Aufatmen können auch alle Rollstuhlfahrer, Pendler mit Fahrrädern oder Fahrgäste mit Kinderwagen oder sperrigem Gepäck: Beide Bahnsteige erhalten einen Fahrstuhl. |
Die Deutsche Bahn AG lässt sich den Umbau des Achimer Bahnhofs knapp vier Millionen Euro kosten. Ein Grossteil der Summe wird für Kleinigkeiten wie Mobiliar benötigt. So schlägt ein neues Hinweisschilder- und Informationssystem mit einigen Zehntausend Euro zu Buche. Ebenfalls fest im Budget verplant sind neue Lautsprecheranlagen und mehr Schutz der Reisenden vor Wind und Wetter.
An dem Modernisierungsprogramm „Niedersachsen ist am Zug“ nehmen bis 2007 mehr als 32 Bahnhöfe teil. Das von der Deutschen Bahn AG und dem Land Niedersachsen getragene Konzept hat ein Investitionsvolumen von fast 100 Millionen Euro. Auch der Bahnhof in Verden gehört zu den Sanierungsfällen. Bereits seit August ist er eine Baustelle und soll dies noch bis zum Sommer nächsten Jahres bleiben.