Bierden. Sieben neue Feuerwehrleute, ausschließlich Quereinsteiger, wurden bei der Hauptversammlung der Bierdener Feuerwehr begrüßt. Damit erhöht sich die Zahl der Aktiven auf 30. Die Schlagkraft könnte noch weiter steigen, denn Mitglieder der Jugendfeuerwehr werden volljährig und dürfen in den aktiven Dienst wechseln.

Von links: Olaf Dykau, Alfred Meyer, Klaus Mindermann, Alfred Möller, Frank Stürmann, Günther Heidorn, Marco Meyer, Friedhelm Mindermann, Ralf Mühlenstedt und Bürgermeister Uwe Kellner.
Auch bei der Ausbildung sieht Ortsbrandmeister Klaus Mindermann seine Wehr auf einem guten Kurs. Im vergangenen Jahr haben die Feuerwehrleute zahlreiche Ausbildungslehrgänge auf Stadt-, Kreis-, und Landesebene besucht. Außerdem wurden zusätzliche Dienstabende eingeführt. Dies führte möglicherweise auch zu dem guten Abschneiden bei den Wettkämpfen des Stadtfeuerwehrtages in Uesen. Die Bierdener belegten einen zweiten Platz. Auch die jüngsten Mitglieder der Feuerwehr, die Mädchen und Jungen der Kinderfeuerwehr, konnten im Jahr 2011 einen Erfolg verbuchen. Sie belegten bei den Spielen ohne Grenzen in Barme den ersten Platz.
2011 rückten die Bierdener zu 20 Einsätzen aus. Das sind vier weniger als im Jahr davor. Als intensivsten Einsatz erlebte Pressewart Tim Hagens eine Pkw-Brandstiftung im September. „Weitere Brandbeschleuniger waren bereits an drei Fahrzeugen angebracht, konnten jedoch glücklicherweise nicht mehr gezündet werden. Dies hätte verheerende Folgen haben können“, sagt Tim Hagens.
Bei den Wahlen der Funktionsträger wurden Frank Stürmann zum stellvertretenden Atemschutzgerätewart und Tim Hagens zum Gruppenführer gewählt. Alle anderen Funktionen blieben personell unverändert. Für den wiedergewählten Ortsbrandmeister Klaus Mindermann und seinen Stellvertreter Marco Meyer hatte Stadtbrandmeister Olaf Dykau eine Überraschung parat. Er beförderte beide zu Hauptlöschmeistern. Frank Stürmann darf sich künftig Oberfeuerwehrmann nennen.
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden Alfred Meyer und Friedhelm Mindermann in den passiven Dienst verabschiedet. „Die Altersgrenze von 62 Jahren wird nicht mehr lange haltbar sein“, sagt Olaf Dykau. Er möchte sich dafür einsetzen, dass Feuerwehrleute beim Erreichen dieser Grenze nicht automatisch ausgemustert werden. „Der Zeitpunkt für den Ausstieg sollte jedem selbst überlassen sein“, regt der Stadtbrandmeister an.
Dass man sich auch über Jahrzehnte dem freiwilligen Dienst verschreiben kann, zeigen Alfred Möller und Günther Heidorn. Beide wurden für ihre 50-jährige Mitgliedschaft in der freiwilligen Feuerwehr ausgezeichnet. „Sie haben die Feuerwehr maßgeblich geprägt. Der eine hat bei der Einführung der Kleiderkammer mitgewirkt, der andere hat viele Führungsaufgaben übernommen“, lobt Olaf Dykau.
„Von richtigen Großbränden wurde Bierden in unserer Zeit verschont. Aber mehrfach mussten wir in den benachbarten Ortsteilen aushelfen“, erzählen die beiden Senioren. Gut erinnern sie sich noch an den alten Standort, in dem jetzt der Kunstverein eine Werkstatt eingerichtet hat. „Zeitweise standen drei Autos in der Doppelgarage“, sagt Günther Heidorn. Mit weiteren Senioren hatten die beiden Geehrten den Innenausbau des ersten Stockwerks des neuen Feuerwehrhauses übernommen. Um den aktiven Brandbekämpfern den Rücken freizuhalten, kümmern sie sich um die Pflege des Geländes und übernehmen kleine Reparaturen. Außerdem sieht man sie bei fast jedem Dienstabend.
In Zusammenarbeit mit dem Gasthaus Zur Linde sind die Bierdener Feuerwehrleute an zwei Veranstaltungen beteiligt. Zum einen findet am 27. Mai das traditionelle Pfingstfrühkonzert im Sommergarten des Gasthauses statt. Für den 4. August ist ein Deichfest geplant.