Achim. Kulinarische Leckereien, weihnachtliches Kunsthandwerk, gemeinnützige Spendenaktionen und natürlich wärmende Getränke in verschiedenen Variationen. Für die meisten Besucher hatte die jüngste Ausgabe des Achimer Weihnachtsmarktes genau die richtige Mischung.
Der Stand mit dem meisten Andrang war wieder einmal vor dem Glockenspiel platziert. Hier verkauften die „Eumel“, eine Sportgruppe des TSV Achim, ihr Eumelelixier. „Mit unserem Stand sind wir schon seit Ewigkeiten bei den Achimer Weihnachtsmärkten vertreten“, sagt Gunnar. Er gehört den Eumeln schon seit etwa zehn Jahren an. Der alte Hase zeigte dem Neuling Frank, erst seit knapp zwei Jahren dabei, wie man das Elixier braut.
„Das Rezept wird noch besser gehütet als die Coca-Cola-Formel“, erzählt Gunnar. Nur eines darf er verraten: „Es ist kein Glühwein, sondern wir verwenden nur den besten Apfelwein“, so der Eumel-Sportler. Zwei Stunden schenkte jeder der Sportler am Wochenende das Elixier aus. „Die zwei Stunden vergehen rasend schnell. Dabei haben wir alle sehr viel Spaß, denn unsere Besucher sind alle gut drauf“, so Frank.
„Jeder Stand hat seine Zeit. Vormittags möchte niemand Glühwein trinken, abends findet sich keiner für das Ponyreiten“, erzählt Karsten Dinklage von der Achimer DLRG-Ortsgruppe. An seinem Stand wurde die Getränke-Kreation „Brennender Eisberg“ ausgeschenkt. Stets in den Nachmittagsstunden des dreitägigen Weihnachtsmarktes füllte sich der Platz um die aufwändig geschmückte Bude. „Der diesjährige Markt gefällt mir besonders gut, denn es beteiligen sich Anbieter, die vorher noch nie in Achim präsent waren“, sagt Dinklage.
Zu den neuen gehörte Michael Quittek. Auf Empfehlung von Uwe Kleinschuster, der an Markttagen vor dem Amtsgericht Würste brät, bot er Glühbier an. „Hinter dem Namen verbirgt sich dunkles Bier, verfeinert mit frischen Zutaten wie Äpfeln“, verrät der Standbetreiber aus Weyhe. Er berichtet bereits über einen guten Veranstaltungs-Start am Freitag. Doch auch mit den übrigen beiden Weihnachtsmarkt-Tagen ist er zufrieden. „Die Achimer nehmen unser Glühbier gut an“, so der Unternehmer.
Nicht nur auf dem Bibliotheksplatz, sondern auch in der benachbarten Marktpassage, ging es weihnachtlich zu. Hier trafen die Besucher des Rewe-Marktes am Sonnabend auf über 50 Weihnachtsmänner und -frauen, die ein Weihnachtslied anstimmten.
Hinter der Aktion steckte eine Wette zwischen dem Supermarkt und der Achimer Ortsgruppe vom Technischen Hilfswerk (THW). Marktleiter Harry Flechtner hatte der Organisation versprochen, eine Geldspende in Höhe von 500 Euro zu übergeben, wenn mindestens 50 Weihnachtsmänner gleichzeitig ein Weihnachtslied singen. Der Fotobeweis zeigt: Die Wette haben die singenden Rotmäntel eindeutig gewonnen. „Das Geld kommt unserem Förderverein zugute. Der möchte demnächst unsere Teeküche ein bisschen aufpeppen“, sagte Katrin Döring, Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit des Achimer THW.