Verden. Die Entwicklung der Zahngesundheit im Landkreis hat sich in den letzten Jahren stark verbessert. Seit zehn Jahren nimmt die Zahl der Kinder mit Karies stetig ab. Zu diesem Ergebnis kommt Zahnärztin Dörte Rutzen im Jahresbericht des Jugendzahnärztlichen Dienstes.
Diese Entwicklung verdeutlichen beispielhaft die Zahlen aus dem Grundschulbereich: Hatten im Schuljahr 1998/1999 noch 38 Prozent der Grundschulkinder kariöse Gebisse, sind es im Schuljahr 2010/2011 nur noch 25 Prozent. Waren damals 28 Prozent der Gebisse saniert, haben heute schon 32 Prozent der Kinder eine abgeschlossene Behandlung.
Insgesamt 10.424 Kinder wurden im Schuljahr 2010/2011 vom Jugendzahnärztlichen Dienst zahnärztlich in Kindergärten und Schulen untersucht. Bedingt durch die neuen Krippen waren jetzt auch viele jüngere Kinder darunter.
Schwerpunkthema in den Klassen eins bis sechs war die eigene Zahnpflege, die anhand von Bildern, Anschauungsmaterialien und Versuchen kritisch hinterfragt wurde. „Wir beobachten seit Jahren eine Zunahme unzureichend geputzter Gebisse“, so Rutzen. Um die Kinder zu motivieren, ihre Zähne besser zu pflegen, übereichte der Jugendzahnärztliche Dienst jedem Schulkind bei der Untersuchung eine neue Zahnbürste.
Kindergärten, die sich für die Gewohnheitsbildung des Zähneputzens stark machen und sich an den zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen beteiligen, können vierteljährlich kostenloses Putzmaterial erhalten. Beide Maßnahmen werden aus einem Budget der gesetzlichen Krankenkassen finanziert.
Zahlreich waren auch die Besuche der Prophylaxefachkräfte des Jugendzahnärztlichen Teams in Kindergärten und Schulen. Insgesamt rund 10.500 Kinder im Landkreis erhielten mindestens einen so genannten Prophylaxe-Impuls zur Zahngesundheit, 9861 Kinder einen zweiten und immerhin 126 Kinder wurden sogar fünf Mal von den vier Prophylaxefachkräften und der Jugendzahnärztin über die Gesunderhaltung ihrer Zähne informiert.
In fast 60 Kindergärten wurde mit den Kindern die richtige Zahnputztechnik eingeübt und spielerisch über zahnfreundliche Ernährung informiert.
Weitere Informationen zur Arbeit des Jugendzahnärztlichen Dienstes sind auf der Internetseite des Landkreises abrufbar.