Drogenkurier mit über 2,5 Tonnen Khat erwischt

Oyten. Am Freitagmorgen gegen 3 Uhr beschlagnahmten Bremer Zöllner und Beamte der Langwedeler Autobahnpolizei mit 2,6 Tonnen eine vergleichsweise große Menge Khat. Die Drogen wurden in einem Transporter auf der Autobahn 1 entdeckt.

224 Säcke Khat befanden sich in dem Transporter.

224 Säcke Khat befanden sich in dem Transporter.

Der 38-jährige niederländische Fahrer mit irakischer Herkunft erklärte den Zöllnern, keine für sie interessanten Waren mitzuführen. Als die Zollbeamten einen Blick in das offensichtlich stark beladene Transportfahrzeug werfen wollten, gab er jedoch unumwunden zu, dass er die Kaudroge Khat geladen hatte.

Beim Öffnen der Ladetür war den Zöllnern sofort klar, dass sie einen der dickeren Fische erwischt hatten. Zur Verstärkung eilte umgehend eine Polizeistreife der Autobahnpolizei Langwedel den Zöllnern zu Hilfe, um den Transporter mit insgesamt 224 Säcken Khat zur Zolldienststelle im Bremer Industriehafen zu überführen.

Die beschlagnahmte Menge besitzt einen Wert von rund 160.000 Euro. Viermal mussten die Bremer Zöllner mit ihrem wesentlichen kleineren Diensttransporter zur Bremer Müllverbrennungsanlage fahren, um die gesamte Drogenmenge bis auf die erforderlichen Beweisstücke schnell vernichten zu lassen, denn das Khat hatte schon beim Ausladen einen intensiven Geruch verbreitet, der sich bekanntermaßen in Kürze noch stark intensiviert hätte.

Der Beschuldigte sitzt mittlerweile auf entsprechenden Antrag der zuständigen Staatsanwaltschaft Verden in Untersuchungshaft.

Das Zerkauen der afrikanischen Khatpflanzen erzeugt Rauschwirkungen erst nach mehrstündigem Konsum der in Bananenblätter eingewickelten Stängel. Es wird auch als Tabak-Khat-Mischung geraucht oder als Tee getrunken. Die Einfuhr, der Besitz und der Handel von Khat sind in Deutschland verboten, denn Khat kann psychisch abhängig machen und Gesundheitsschäden verursachen.

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