Uesen. Nur dem schnellen Eingreifen von Feuerwehrleuten ist es zu verdanken, dass sich am Samstagnachmittag ein Brand von Rundballen nicht auf eine benachbarte Scheune ausbreiten konnte.
Zu dem Feuer war es um kurz vor 15 Uhr gekommen, als ein 27-Jähriger auf einem Hof an der Uesener Weserstraße alte Kornsäcke verbrennen wollte. Dabei schätzte er Windrichtung und Funkenflug falsch ein. Kurz nach dem Entzünden der Säcke stand auch das Rundballenlager lichterloh in Flammen. Sofort alarmierte der Mann die Feuerwehr.
Bereits auf der Anfahrt zu ihrem Gerätehaus konnten Uesens ehrenamtliche Brandbekämpfer eine große Qualmwolke über ihrem Ortsteil aufsteigen sehen. Zusätzlich rückten Feuerwehrleute aus Achim an. Als die ersten Kräfte den Einsatzort erreichten, hatten die Flammen bereits auf das hölzerne Tor einer Scheune übergegriffen. Auch eine auf dem Dach montierte Photovoltaikanlage zeigte erste Brandspuren.
Um das Gebäude zu schützen, bauten die Feuerwehrleute als erstes eine sogenannte Riegelstellung auf. Erst danach begannen die Einsatzkräfte mit den aufwändigen Löscharbeiten. Unter schwerem Atemschutz mussten die Strohballen, etwa 60 standen in Flammen, mühsam auseinandergezogen und mit Wasser durchtränkt werden. Bei dieser Arbeit half auch ein Landwirt mit einem Traktor mit.
Wegen der großen körperlichen Anstrengung, unter Atemschutz zu arbeiten, wurde die Feuerwehr Baden nachalarmiert. Erst um 18 Uhr konnten die letzten Feuerwehrleute die Hofstelle verlassen. Um 20 Uhr erfolgte erneut eine Alarmierung der Ueser Brandbekämpfer. Wegen mehrerer Glutnester musste das Stroh erneut per Hand auseinandergenommen und mit Wasser benetzt werden. Erst um kurz vor Mitternacht war der Einsatz beendet.
Die Polizei beziffert den Schaden auf etwa 5.000 Euro. Die Beamte ermittelt außerdem wegen fahrlässiger Brandstiftung.