Armenische Hochzeitsgesellschaft stiftet Unruhe

Verden. Gleich mehrfach haben es Mitglieder einer armenischen Hochzeitsgesellschaft am Sonntag mit der Polizei zu tun bekommen. Erst fuhr der aus mehreren Limousinen bestehende Konvoi auf dem Berliner Ring Ecke Borsteler Dorfstraße bei Rot über die Ampel. Anschließend wollen Zeugen mehrere Schüsse gehört haben.

Mehrere Funkstreifenwagen der Polizei stoppten den Konvoi daraufhin auf der Lindhooper Straße, fanden aber keinerlei Schusswaffen bei den Hochzeitsgästen. Wegen des Rotlichtverstoßes musste ein 21-jähriger Armenien, der in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat, eine Sicherheitsleistung in Höhe von rund 200 Euro bezahlen. Mit dem Geld sollen die zu erwartende Strafe und die damit einhergehenden Verfahrenskosten bestritten werden.

Eine halbe Stunde später fiel die Hochzeitsgesellschaft erneut auf, dieses Mal bedrängten sie auf der Autobahn 27 bei Langwedel einen 50-jährigen Cuxhavener und seine Ehefrau, die mit ihrem Pkw mit etwa 150 Stundenkilometern auf der Überholspur in Richtung Norden fuhren. Bis auf drei Meter, so die Angaben der beiden Cuxhavener, fuhr das erste Fahrzeug des mit eingeschalteter Warnblinkanlage fahrenden Konvois auf ihren Pkw auf, fuhr anschließend rechts an ihnen vorbei und gefährdete sie beim Wiedereinscheren.

Die Polizei ermittelt wegen Straßenverkehrsgefährdung und sucht nach weiteren Zeugen und Geschädigten. Hinweise nehmen die Polizeiautobahnwache Langwedel (Telefon: 04232/945990) oder die Polizei Verden (04231/8060) entgegen.