Verden. Auf der A 27 endete in der Nacht zu Montag die knapp zehnstündige Irrfahrt zweier Rentner aus dem Raum Hamburg.
Am Nachmittag im thüringischen Apolda gestartet, verfuhren sich ein 80-jähriger und seine fünf Jahre jüngere Ehefrau gleich mehrfach, so dass sie für die rund 450 Kilometer mehr als das doppelte der eigentlichen Fahrzeit benötigten.
Um kurz nach 2 Uhr morgens gingen bei der Langwedeler Autobahnpolizei gleich mehrere Anrufe ein, die einen Geisterfahrer auf der A 27 meldeten. Noch bevor es zu einem schweren Verkehrsunfall kommen konnte, gelang es Polizeibeamten, den Opel Zafira der beiden Rentner bei Verden zu stoppen.
Der 80-jährige Fahrer war entgegengesetzt auf der Richtungsfahrbahn Bremen unterwegs und war sich keiner Schuld bewusst. Im Gegenteil: Er beklagte sich über die mangelhafte Beschilderung.
Noch unklar ist, ob er durch seine Fahrweise andere Autobahnbenutzer gefährdet hat. Die Polizei ermittelt wegen Straßenverkehrsgefährdung und sucht nach etwaigen Opfern oder Zeugen. Hinweise nimmt die Autobahnpolizei unter Telefon 04232/945990 entgegen.