Oyten. Ein abwechslungsreiches Wochenende verbrachten die Kinder und Jugendlichen eines Rotkreuz-Zeltlagers. Am Freitagabend schlugen etwa 70 Teilnehmer ihre Zelte auf dem Pausenhof des Pestalozzi-Schulzentrums auf.
„Die jungen Leute sollen getreu dem diesjährigen DRK-Motto ‘aus Liebe zum Menschen’ neue Leute kennenlernen und Freundschaften intensivieren“, sagt Organisator Christoph Herter.
Nach dem mühsamen Zeltaufbau in der prallen Sonne stand ein entspannter Abend in der Schulaula an. „Um die Motivation zu stärken, haben wir kleine Gruppenspiele veranstaltet“, erzählt Christoph Herter. Höhepunkt waren allerdings die Theateraufführungen. Alle Teilnehmer des Zeltlagers hatten im Vorfeld die Auflage bekommen, ein 5- bis 20-minütiges Theaterstück einzustudieren.
Der Sonnabend war geprägt von einem Wettbewerb. Um 9 Uhr gingen neun Teams an den Start, um Aufgaben aus den Bereichen Erste Hilfe, Jugendrotkreuz, Soziales und Sport zu bewältigen. Auch Jux-Fragen, beispielsweise wie viele Bartspitzen hat Captain Jack Sparrow, sollten die Teilnehmer im Tagesverlauf beantworten.
Sackhüpfen gilt eigentlich als leichte Aufgabe. Doch die Organisatoren verschärften die Regeln. Nicht nur ein Jugendrotkreuzler sollte in den Sack steigen, sondern gleich fünf. Da war ein Vorankommen im Schneckentempo natürlich vorprogrammiert. Deshalb standen jedem Team zehn Minuten Zeit zur Verfügung, eine möglichst weite Distanz zurückzulegen. Während eine Gruppe gerade einmal acht Meter schaffte, hüpfte ein Wasserwacht-Team einmal über den ganzen Fußballplatz. Am Ende konnten sich die Jugendrotkreuzler über eine zurückgelegte Distanz von 73 Metern freuen. „Die Gruppenarbeit ist bei unserem Wettbewerb entscheidend, trotzdem muss eine Person alleine den Takt angeben“, sagt Schiedsrichter Torsten Jung.
Beim Mathe-Memory waren im Gegensatz zum Sackhüpfen die guten und schnellen Kopfrechner im Vorteil. Ein schlaues Köpfchen wurde auch beim Energie-Quiz belohnt. „Da sich unser Rotkreuz-Landesverband fürs Energiesparen einsetzt, haben wir auch zu diesem Thema etwas vorbereitet“, erzählt Christoph Herter. Die Teilnehmer sollten als Energie-Detectives hohen Stromverbrauch verhindern. Punkte gab es aber auch für Kinder, die beim Lüften die Heizung runterdrehen.
Knifflig wurde es bei der Erste-Hilfe-Aufgabe in einem Klassenraum der Schule. Die Teilnehmer mussten Verletzte versorgen und dabei schnell die richtigen Entscheidungen treffen.
Beim einem Staffellauf konnte die Achimerin Clarissa Budelmann vom Team „Krasss“ ihre Schwindelfreiheit zum Vorteil ausnutzen. Fünfmal musste sie sich um einen Pylonen drehen und anschließend Gegenstände auf die etwa 20 Meter entfernt stehenden Zelte verteilen. „Bei diesem Spiel haben wir keine Chance gegen die anderen Teams – wir haben einfach zu lange Beine“, scherzt Andrea Meyer. So sieht das auch Teamkollegin Clarissa Budelmann: „Im Bereich Erste Hilfe haben wir besser abgeschnitten. Das liegt wohl auch daran, dass aus unserer Gruppe alle schon lange dabei sind und wir unsere gegenseitigen Stärken und Schwächen kennen“, so die 16-jährige Achimerin.
Bei den jüngsten Teilnehmern setzte sich das Wasserwacht-Team „Wasserpatrouille“ durch. In der mittleren Altersklasse stand das Achimer Jugendrotkreuz mit dem Teamnamen Mlmlc ganz oben auf dem Treppchen. Bei den Ältesten setzte sich die Wasserwacht-Gruppe mit dem Namen „Resc-E“ durch.