Wachstumskurve zeigt steil nach oben

Thedinghausen. Im Jahr 1988 siedelte sich in Thedinghausen das Unternehmen PS Laser an. Seitdem zeigte die Wachstumskurve steil nach oben. Inzwischen stehen 130 Mitarbeiter in Brot und Lohn. Am Donnerstag besuchte Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) das Unternehmen.

Jürgen Schröder führte Jörg Bode, Gero Hocker und Wolfgang Kaib durch die Fertigungsflächen.

Jürgen Schröder führte Jörg Bode, Gero Hocker und Wolfgang Kaib durch die Fertigungsflächen.

PS Laser hat sich einen Namen in Sachen Laserschweißen gemacht. Durch den Zukauf weiterer Maschinen und die Anstellung und Ausbildung von Experten sind Bearbeitungsschritte wie Abkanten und Gewindeschneiden hinzu gekommen. Von der Einzelanfertigung für eine Handwerksschlosserei über Maschinen- und Anlagenbauer aus der Pharma-, Lebensmittel- oder Chemieverarbeitungsindustrie bis hin zu Serienproduktionen für Großkonzerne, wie Automobilzulieferer – die Kundendatei mit über 7000 Einträgen deckt die unterschiedlichsten Branchen und ihre Anforderungen ab. „Viele Kunden stammen aus dem deutschsprachigen Raum. Aber auch eine Firma aus der Türkei zählt zu den regelmäßigen Auftraggebern“, sagt Geschäftsführer Jürgen Schröder.

Etwa 10000 Tonnen Stahl und Aluminium werden jährlich im Dreischichtbetrieb verarbeitet. In der Fertigung wird unter anderem an zwölf Laserschneidanlagen und sieben Abkantbänken gearbeitet. Die wirtschaftliche Lage beurteilt der Geschäftsführer als gut. 2010 erwirtschafte der Mittelständler einen Umsatz von 23 Millionen Euro. „In diesem Jahr werden wir den Umsatz wohl noch steigern können und über dem Rekordjahr 2008 liegen“, kündigt Jürgen Schröder an.

Bei seinem Rundgang durch die beiden Fertigungshallen wurde Minister Jörg Bode vom Landtagsabgeordneten Gero Hocker und dem Thedinghäuser FDP-Ortsverbandsvorsitzenden Wolfgang Kaib begleitet. Besonders großes Interesse zeigte die Gruppe an einem Festkörperlaser. „Es ist einer von weltweit drei Exemplaren“, erklärt Jürgen Schröder. Die neue Technik verbraucht deutlich weniger Strom und ist extrem schnell. Bei einer Stahlstärke von einem Millimeter arbeitet sich der Laser mit etwa 60 Metern pro Minute durch das Material. „Das ist so schnell, dass unsere Maschinenbediener kaum mit dem Abräumen hinterher kommen“, so der Geschäftsführer.

Auf die Frage seiner Besucher, ob er Wünsche an die Politik richtet, fand Jürgen Schröder deutliche Worte. „Die Verlässlichkeit ist nicht gegeben. Das Projekt Stuttgart 21 ist vor etwa zehn Jahren genehmigt worden. Jetzt ist alles wieder offen. Das fördert keine großen Investitionen“, so Schröder. Seiner Meinung nach ist es ein großes Problem, dass die Politiker stets die nächsten Wahlen im Hinterkopf haben. „Wenn die Bundesregierung etwas unpopuläres umsetzen müsste, tut sie es nicht, weil die Politiker auf die nächste Landtagswahl schielen“, so der Firmenchef.

PS Laser feiert 2013 sein 25-jähriges Bestehen. „Vielleicht können wir sie dann erneut als Gast begrüßen“, lädt Jürgen Schröder den niedersächsischen Wirtschaftsminister ein.

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