Uphusen. Bedingt durch eine Brandstiftung stand der Turnerbund (TB) Uphusen fast das komplette Jahr 2010 ohne eigenes Vereinsheim da. Da wundert es nicht, dass der Vorsitzende Werner Klug bei der Hauptversammlung von einer schwierigen Zeit für den TB spricht.

Vorsitzender Werner Klug ehrte Oswin Klose, Karl-Heinz Kluge, Wilhelm Greue und Holger Sandkuhl für ihre langjährige Mitgliedschaft.
„Die Kommunikation zwischen dem Vorstand und den Abteilungen war durch das Fehlen des Vereinsheimes erheblich erschwert. Wir mussten auf unterschiedliche Versammlungsorte in unserem Dorf zurückgreifen, um eine halbwegs vernünftige Arbeit leisten zu können“, sagt Werner Klug. Er dankt der Arbeiterwohlfahrt, dem Roten Kreuz, der Kirchengemeinde, dem Hotel Haberkamp sowie dem Gasthaus Gerken für die freie Nutzung ihrer Räume.
Der Neubau des Vereinsheims ist nach anderthalbjähriger Planungs- und Bauphase im Sommer fertiggestellt worden. Am 29. September überreichte Bürgermeister Uwe Kellner den Sportlern symbolisch den Schlüssel für das Gebäude. Nur wenige Tage später hatte der TB Uphusen zu einem Tag der offenen Tür eingeladen, der viele Schaulustige anlockte.
„Durch ein Angleichen der Grundfläche an die darunter liegenden Räume der Feuerwehr haben wir mehr Quadratmeter zur Verfügung. Deshalb haben wir nun zwei zusätzliche Räume“, sagt der Vorsitzende. Der erste wird als Lagerraum für Sportgeräte und Musikinstrumente sowie als Besprechungszimmer genutzt. „Außerdem konnten wir einen durch die Ansprüche des Fuß- und Handballverbandes erforderlichen PC-Arbeitsplatz einrichten“, erklärt Werner Klug. Den zweiten Raum teilen sich Musikzug, Yoga-Damen, Theatergruppe sowie die Tänzer. Zusätzlich dient er als kleiner Besprechungsraum für die Abteilungen. Werner Klug bedankte sich auf der Hauptversammlung noch einmal bei der Stadtverwaltung, die den Wiederaufbau des Vereinsheimes realisiert hat. „Die Stadt ist größtenteils auf unsere Vorstellungen eingegangen, so dass das neue Gebäude unseren Ansprüchen an ein modernes Sportheim entspricht“, resümiert Klug.
Die Kosten des Wiederaufbaus konnten durch die Versicherungssumme gedeckt werden. Dies gilt nicht für die Wiederbeschaffung des Inventars. Deshalb waren die Sportler auf Spenden angewiesen. „Glücklicherweise hat sich das Aufkommen sehr positiv entwickelt, so dass wir in der Lage waren, das Vereinsheim optimal auszustatten“, bilanziert der Erste Vorsitzende.
Im Außenbereich verfügt der Verein nur über zwei Umkleidekabinen und eine kleine Schiedsrichterkabine, die allerdings den heutigen Anforderungen nicht entspricht, denn sie ist nur für eine Person ausgelegt. Daurch ergaben sich „Schwierigkeiten an Spieltagen, wenn zwei Schiedsrichterteams auf unserer Sportanlage Spiele in der Landes- und Kreisliga pfeifen“, berichtet Werner Klug. Deshalb steht er zurzeit in Verhandlung mit der Stadt Achim, um die Situation für die Fußballabteilung zu verbessern. „Nach einem Gespräch mit dem Bürgermeister werden Möglichkeiten zur Optimierung durch die Grundstücks- und Gebäudeverwaltung Achim geprüft“, teilt er mit.
Nach der Rückschau gab Werner Klug einen Ausblick, der über dieses Jahr sogar hinausgeht, denn im Jahr 2012 feiert der Turnerbund Uphusen sein 100-jähriges Bestehen. Herfried Meyer hat als Koordinator den Vorsitz im Vorbereitungsteam übernommen. „Die grobe Planung steht. Wir werden das Jubiläumsjahr mit vielen Veranstaltungen begleiten und einen Festakt begehen. Außerdem wird schon jetzt an einer ausführlichen Vereinschronik gearbeitet“, kündigt Werner Klug an.
Bei einem Sektempfang zum Jahresbeginn hat der Verein Henny Bothe und Hans-Heinrich Meier für ihre 70-jährige Mitgliedschaft sowie Hans-Helmut Mindermann und Manfred Schütte für 50-jährige Vereinstreue geehrt. Weitere Auszeichnungen nahm Werner Klug während der Jahreshauptversammlung vor. Seit 60 Jahren sind Oswin Klose und Wilhelm Greue Mitglieder im TB-Uphusen. Für ein halbes Jahrhundert wurde Karl-Heinz Kluge ausgezeichnet. Helmut Mattfeld kann sich über eine Urkunde für 40-jährige Mitgliedschaft freuen, und für 25-jährige Vereinstreue wurden Timo Kuntzky und Holger Sandkuhl geehrt.
Anschließend gab es für 19 erwachsene Vereinsmitglieder Sportabzeichen. Die Kinder wurden bereits bei einer Weihnachtsfeier ausgezeichnet.