Verden. Große Aufregung herrschte vor der Grundschule und der Kindertagesstätte am Sachsenhain: Gestern kontrollierten Polizei und ADAC den An- und Abreiseverkehr der Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule oder in den Kindergarten brachten.
Ein besonderes Augenmerk hatten Heiko Reckert (ADAC) sowie Peter Granzow und Rudolf Kettenburg (Polizei) auf die Sicherung der Kinder gelegt. Denn neben überhöhter Geschwindigkeit zählen nicht angelegte Sicherheitsgurte und immer noch zu den häufigsten Ursachen von tödlichen Verkehrsunfällen. Und ungesichert mitfahrende Kinder sind sogar einem noch höherem Risiko ausgesetzt. Gegenüber angeschnallten Kinder ist die Verletzungsbeziehungsweise Todesgefahr bei ihnen siebenmal höher. Das belegen einschlägige Studien.
Die richtige Sicherung der Kinder im Auto kann helfen, die Unfallfolgen drastisch zu mindern. Die Straßenverkehrsordnung schreibt vor, dass Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr, die kleiner als 150 Zentimeter sind, in Kraftfahrzeugen auf Sitzen, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind, nur mitgenommen werden dürfen, wenn Rückhalteeinrichtungen für Kinder genutzt werden, die amtlich genehmigt und für das Kind geeignet sind.
„Neben allerlei Präventivmaßnahmen führen wir auch immer wieder solche Schwerpunktkontrollen durch, um gerade die Eltern von kleinen Kindern entsprechend zu sensibilisieren“, erklärte Peter Granzow. Dass der Verkehrssicherheitsberater mit seiner Initiative richtig liegt, beweist das Kontrollergebnis von Donnerstagmorgen: Im Gegensatz zu früheren Überprüfungen gab es diesmal kaum etwas zu beanstanden. „Alle 51 kontrollierten Fahrzeugführer hatten sich und ihre Mitfahrer ausreichend gesichert. Lediglich zwei von ihnen hatten dazu nicht mehr der Norm entsprechende Kindersitze benutzt“, erklärte Granzow, der mit dem Kontrollergebnis hoch zufrieden war.