Achim. Die Radioaktivität auf dem Pausenhof der Hauptschule liegt bei 18,2 Impulsen pro Minute, einem durchschnittlichen Messwert. Dies haben gestern Zehntklässler zusammen mit ihrem Physiklehrer Ulf Suchantke ermittelt.
Jedes Jahr stehen Radioaktivität und Kernkraft auf dem Lehrplan. „Nach den Vorfällen in Japan sind die Schüler allerdings besonders interessiert an dem Thema“, so Ulf Suchantke.
Um einen Mittelwert festzustellen, nahmen die Schüler zehn jeweils einminütige Messungen vor. Jedes Knacken, das die Zehntklässler aus dem angeschlossenen Lautsprecher hören konnten, gehörte zu einem strahlenden Teilchen. Den selben Geigerzähler haben bereits Hauptschüler wenige Tage nach dem Tschernobyl-Unglück eingesetzt. Damals war in Westeuropa aber noch nicht bekannt, dass es einen Gau gab. „Der Geigerzähler zeigte seinerzeit einen Wert von etwa 25 Impulsen pro Minute. Ich nahm damals an, das Gerät sei defekt“, erzählt der Physiklehrer.
Künftig wollen die Schüler einmal wöchentlich eine Messung auf ihrem Schulhof vornehmen. Die Ergebnisse sollen auf einem Diagramm veröffentlicht werden. „Zum jetzigen Zeitpunkt gehe ich aber nicht davon aus, dass es große Veränderungen gibt“, sagt Ulf Suchantke. Er kann sich aber vorstellen, dass dies einige Schüler beruhigen kann. Die Ergebnisse möchten die Zehntklässler am kommenden Montag während der Schulversammlung erläutern.