Letzte Ausstellung im KunstRaum

Achim. 2004 verlor der Achimer Kunstverein das Haus Clüver als Ausstellungsstätte, das der Verein seit Beginn seines Bestehens 1990 nutzen konnte. „Für uns war es ein Glück, dass die damalige Commerzbank einen Raum zur exklusiven Nutzung anbot“, erzählt Vereinsvorsitzende Hanne Lange-Michel. Doch nun endet auch diese Ära.

Am Donnerstag, 6. Januar, wird nach sechs Jahren und vielen Schauen die letzte Ausstellung eröffnet. Der Grund, wieso der Kunstverein die Räume nicht mehr nutzen kann, liegt in der Fusion von Commerzbank und Dresdner Bank. Deshalb benötigt die Achimer Filiale mehr Platz und somit den bisher aus Sicht der Bank ungenutzten Raum.

Im ersten Stock über den Räumen der Bank hat der Kunstverein Achim sechs Jahre lang viele Ausstellungen präsentiert, die das Spektrum der Gegenwartskunst zeigten: Bild und Zeichnung, Skulptur, Plastik, Keramik sowie Raum- und Videoinstallation. „Der Ort eignete sich wunderbar, um die verschiedenen künstlerischen Positionen ins rechte Licht zu rücken“, sagt Hanne Lange-Michel.

Mit einer kleinen Feuer möchte sich der Kunstverein nun aus dem Kunstraum verabschieden. Dazu sind auch alle Künstler eingeladen, die dort in den vergangenen Jahren ausgestellt haben. Das sind viele, denn neben den Einzelausstellungen fanden in dem KunstRaum auch die Präsentationen der jährlichen Sommerakademie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt. „Wir hoffen auf anregende Gespräche in lockerer, wenn vielleicht auch etwas wehmütiger Stimmung“, so die Vorsitzende.

Die letzte Ausstellung, eine Rauminstallation, präsentiert Christiane Gruber,  Studentin der Bremer Hochschule für Künste.

„Meine Installation zeigt  gedruckte voluminöse Frauenkörper. Als komplette Figuren im Atelier entstanden, fragmentarisiere und zerschneide ich diese nach durchdachten Arbeitsschritten wieder“, erzählt die Studentin. „Diese Akribie scheint meinem Vorgehen beim Drucken zu widersprechen, da die Leinwände lose angebracht werden und die darauf zu erkennenden Farbschichtungen porös, durchscheinend und durchlässig sind“, sagt Christiane Gruber. Die Eröffnung wird  musikalisch begleitet von Mariska Nijhof am Akkordeon.

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