Hochwasser-Touristen bedrohen Rehe

Reh im Hochwasser

Reh im Hochwasser

Eigentlich wollten Achims Feuerwehrleute ein Reh aus dem Hochwasser retten, doch das Tier trat lieber die Flucht in die überschwemmten Marschwiesen an.

Achim. Die mit Wasser überfluteten Marschlandschaften sind an diesen Tagen ein Anziehungspunkt für viele Schaulustige. Doch die wenigsten Hochwasser-Touristen machen sich Gedanken darüber, dass ihre Anwesenheit eine Bedrohung für die vielen Rehe darstellt.

Die Tiere leiden durch das viele Wasser sowieso schon unter Stress. Als letzte Zufluchtsstätte dienen erhöhte Feldwege oder Deiche. Nähern sich Spaziergänger oder Radfahrer, flüchten die Tiere in das Wasser und kühlen schnell aus.

Wieso sich am Mittwochmittag ein Reh ins Wasser flüchtete ist nicht bekannt. Da es jedoch im seichten Wasser am Rand des Deiches „Am Werder“ erschöpft liegen blieb, alarmierten Anwohner die Achimer Feuerwehr.

Mit einem Feldstecher konnten die Einsatzkräfte erkennen, dass das Tier eine blutende Wunde am Hals hat.Vermutlich hatte es sich beim Schwimmen an einem Stacheldrahtzaun verletzt.

Als die Feuerwehrleute ihr Boot vorbereiteten, flüchtete das vorher regungslos liegende Tier fluchtartig in das tiefe Wasser und verschwand hinter einer Hecke. Die Retter folgten mit dem Boot, konnten das Reh aber nicht mehr finden.

Auch Jagdpächter Hartmut Bleckwenn konnte das Tier vom Deich aus mit seinem Fernglas nicht erspähen. Daraufhin wurde der Einsatz nach einer guten Stunde abgebrochen.

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