Achim. Unter dem Titel „Grün“ stellt Niko Timm noch bis zum 3. Februar im Rathaus der Stadt Achim aus. Wie der Ausstellungstitel schon verrät, dominieren grüne Farbtöne die 36 Leinwände. Das generelle Thema der Bilderschau ist die Natur und ihre Bedrohung durch den Menschen.
Niko Timm, 1941 in Bremen geboren, mag den Kontrast zwischen den geometrischen und vegetativen Formen wie Blätter und Sträucher. Die Idee zu der Bildreihe entwickelte er bei einem Urlaub in Südengland. Dabei besuchte er ein großes Gewächshaus. In diesem war ein Urwald angepflanzt. „Das Erlebnis, sich durch Pflanzen kämpfen zu mischen, war faszinierend“, so der Künstler.
Erschreckend fand er, dass zeitgleich an anderen Orten der Urwald, ein Lebensraum für tauschende Tier- und Pflanzenarten, abgeholzt wird. Während das Grün in seinen Bildern für die reine Natur steht, sollen die geometrischen Formen die Aggressivität des Menschen darstellen.
Entstanden sind die Bilder im Bremer Atelier von Niko Timm. Dieses ist nahe des Steintores zu finden. „Ich habe mich in einem wunderschönen Altbau eingerichtet“, erzählt der ehemalige Architekt. Die Bilder entstehen in einem lichtdurchfluteten Wintergarten. Leben tut Niko Timm nicht in der Hansestadt, sondern in Verden. Zumindest zwischen Freitag und Montag. Denn jeden Montagmorgen packt der Künstler für die Zeit bis Donnerstag seine Reisetasche und quartiert sich wieder im Atelier ein. „Meine Frau hat diese Marotte akzeptiert. Das Klappt nun schon seit 25 Jahren so“, erzählt der Künstler.