Achim. „Ohne das Ehrenamt würde unsere Gesellschaft ärmer sein“, sagt Bürgermeister Uwe Kellner. Besonders aktive Vereinsmitglieder hatte er zu einer gemütlichen Advents-Tafel ins Rathaus eingeladen. Im festlichen Rahmen wurde den Ehrenamtlichen die Niedersächsische Ehrenamtskarte, kurz E-Karte, überreicht.
„Wir können froh und stolz auf das sein, was die vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen und Verbänden leisten“, lobt Uwe Kellner. Bislang sei die Stadt Achim eine der wenigen Kommunen in der Region, die die Ehrenamtskarte ausgibt. Im Vorjahr wurden 36 Ehrenamtskarten vergeben. Nun sind 44 weitere E-Karten ausgeteilt worden. „80 Karteninhaber sind zwar eine nette Zahl, aber es dürfen gerne noch mehr werden“, so der Bürgermeister. „Machen sie so weiter und haben sie Spaß dabei“, so Uwe Kellner. Anschließend übergab er die E-Karten an Mitglieder von den Landfrauen, Technischem Hilfswerk (THW), Achimer Tafel, Hilfe für Weißrussland und dem kürzlich gegründeten Bürgerbus.
„Die E-Karte ist ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung für langjähriges und intensives bürgerschaftliches Engagement”, fasste Martina Meyer von der städtischen Freiwilligenagentur zusammen. Unabhängig von ihrem Wohnort erhalten die Inhaber verschiedene Vergünstigungen. Beispielsweise günstigeren Eintritt in Museen und zu Veranstaltungen. In Niedersachsen gibt es inzwischen ganz genau 848 Vergünstigungen.
In Achim können E-Karten-Inhaber verbilligt ins Hallen- und Freibad. Außerdem gibt es einen kostenlosen Leseausweis für die Stadtbibliothek. Auch wer eine Veranstaltung der Gleichstellungsbeauftragten besuchen will, der zahlt weniger. „Eine Kooperation macht es möglich, das E-Karte-Inhaber auch im Bundesland Bremen vergünstigt ins Theater oder beispielsweise das Universum an der Bremer Universität kommen“, erzählt der Bürgermeister.
Am Ende des Festaktes riet Reinhard Wallatis, Vorsitzender des Vereins „Hilfe für Weißrussland“, die Ehrenamtskarten künftig am Tag des Ehrenamtes zu verleihen. Immer am 5. Dezember lädt die Stadt traditionell zum Achimer Ehrenpreises ein. Diese Idee wurde von Uwe Kellner positiv aufgenommen. „Die Idee ist gut, die Übergabezeremonie ist ja keine Stundenangelegenheit“, so der Bürgermeister.
Die Niedersächsische Ehrenamtskarte bekommt nicht automatisch jeder, der sich für seine Mitbürger engagiert. Mindestens fünf ehrenamtliche Stunden pro Woche müssen Antragsteller nachweisen können, zusätzlich seit mindestens drei Jahren für das Gemeinwohl in einer Organisation tätig sein und die ehrenamtliche Arbeit ohne Aufwandsentschädigung leisten. Weitere Informationen gibt es bei der Freiwilligenagentur unter Telefon: 04202/9960550.