Oyten. „Wir können uns Glücklich schätzen. Unsere Gemeinde hat innerhalb von zwei Wochen zwei neue Feuerwehrfahrzeuge angeschafft“, lobt Gemeindebrandmeister Thomas Weidenhöfer. Anfang des Monats übergab er ein Fahrzeug in Bassen, nun war die Ortswehr Oyten an der Reihe.
Der neue Einsatzleitwagen, kurz ELW, basiert auf einem Volkswagen Crafter. Der Aufbau wurde von der Firma GSF aus Twist bei Meppen gefertigt. „Einen geeigneten Hersteller zu finden war nicht einfach. GSF produziert hauptsächlich Fahrzeuge für den Rettungsdienst. Weil diese ihre Rettungswagen täglich nutzen, muss die Qualität gut sein“, sagt Ortsbrandmeister Jens Rebers.
Das Fahrzeug wurde im Rahmen des Konjunkturpaketes II angeschafft. Die gemeinde hat zirka 75.000 Euro investiert. Der Einsatzleitwagen ist mit neuster Technik bestückt worden. Beispielsweise können die Einsatzkräfte unterwegs Telefon, Fax und an einem Computer das Internet nutzen. Außerdem ist das Fahrzeug für den Digitalfunk gewappnet. Dieser soll in den kommenden Jahren schrittweise im Landkreis Verden eingeführt werden. „Für eine gute Führung benötigen wir eine vernünftige Kommunikationsanlage“, so Jens Rebers.
Das neue Fahrzeug wurde erst am Vortag von Feuerwehrleuten bei der Herstellerfirma in der Nähe der niederländischen Grenze abgeholt. „Auf der Hinfahrt hatten wir mit dem Wetter keine Probleme. Aber auf der Tour zurück wurden wir durch den vielen Schnee und rutschige Fahrbahnen ausgebremst. Deshalb kamen wir erst drei Stunden später als gedacht in Oyten an“, erzählt Oytens Feuerwehr-Pressesprecher Ralf Dühnfahr.

Der neue Einsatzleitwagen bietet jede Menge Platz. Dies beweist ein spontaner Test der Jugendfeuerwehr.
Als Investition für die Zukunft sieht Bürgermeister Manfred Cordes die Anschaffung des ELW. Damit wird ein 1991 gebauter Wagen außer Dienst gestellt. In seiner Ansprache lobte er außerdem die Jugendarbeit der Ortswehr. „Mich freut es, wenn ich die vielen Helme der Kinder und Jugendlichen im Flur hängen sehe“, so der Bürgermeister.
Nach dem Festakt nahmen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr das Auto genau unter die Lupe. Geräumig ist es, aber alle 36 passen dann doch nicht in das Fahrzeuginnere. Jugendliche, die sich für die Jugendfeuerwehr interessieren, dürfen jeweils montags ab 18.15 Uhr zum Schnuppern im Feuerwehrhaus vorbeischauen.