Eumel-Elixier, Raubvögel und Geschenke

Achim. Eine positive Weihnachtsmarkt-Bilanz ziehen die Organisatoren von der City Initiative Achim. Die Besucher hätten die idyllische Budenstadt auf dem Bibliotheksplatz genossen, lautet das Fazit der Geschäftsleute. „Es war ein gemütlicher Markt zum Klönen, Schnacken und Verweilen“, meint Organisatorin Mirja Müller.

Besonders großes Lob findet Mirja Müller für die beteiligten von Vereinen und Organisationen. Deren Mitglieder brachten wärmende Getränke unters Volk oder gestalteten das Rahmenprogramm mit.

Besonders in der Dämmerung lockte der Duft von Glühwein viele Besucher an.

Besonders in der Dämmerung lockte der Duft von Glühwein viele Besucher an.

Während sich am Freitagabend nur wenige Besucher auf dem Weihnachtsmarkt vergnügten, legten am Sonnabend viele Wochenmarktbesucher einen Stopp auf dem Bibliotheksplatz ein. Hier vermeldete Rolf Helmbrecht vom Vorstand der St.-Laurentius-Gemeinde schon zur Mittagszeit einen positiven Zwischenstand der Wunschbaum-Aktion: Kinder bedürftiger Familien hatten sich Dinge im Wert von bis zu 20 Euro gewünscht. Während des Weihnachtsmarktes hatten die Mitglieder der Kirchengemeinde nach zwei Stunden 19 Wohltäter gefunden, die je einen dieser Wünsche erfüllen wollten, berichtete Helmbrecht.

Am Stand der Achimer DLRG-Ortsgruppe dagegen legten Andree Irretier und Maren Essigke aus Baden während ihres Bummels über den Wochenmarkt eine Pause ein. Sie ließen sich einen „Brennenden Eisberg“ einschenken. Ein mindestens ebenso ungewöhnliches Getränk schenkten die Vertreter der Turngruppe „Die Eumel“ an ihrem Stand aus. Diese rühren ihr „Eumel-Elixier“ nur einmal im Jahr für den Weihnachtsmarkt an. Ein streng gehütetes Geheimnis sind die Zutaten.

Am Nachmittag präsentierte Falknerin Tatjana Schmücker ihre imposanten Greifvögel und erklärte, warum die Tiere mit dem Menschen vertraut sind: „Meine Vögel sind alle von Hand aufgezogen.“ Obwohl am Wochenende die ein oder andere Sturmböe über den Bibliotheksplatz fegte, ließ die Falknerin ihre Vögel fliegen. „Sie kommen so gut wie immer zurück. Nur manchmal suchen sie das Weite. Aber mit Futter lassen sie sich schnell wieder anlocken“, erläuterte die den Besuchern des Weihnachtsmartes.

Bei ihrem Stand hatte sich schnell eine Menschentraube gebildet. Wer wollte, durfte die Vögel streicheln. Diese Chance ließ sich der achtjährige Swante aus Borstel nicht entgehen. „Die Vögel haben ein weiches Gefieder“, berichtete er. Das bestätigten Jan und Annika Zummach: „Total weiches Gefieder. Die großen Krallen und ihre Augen finde ich faszinierend“, staunte der zehnjährige Jan.

Das wohlig warme Rathaus hatte die Turnabteilung des TSV Achim in Beschlag genommen. Die Sportler und ihre Helfer verkauften Tombola-Lose, Mütter junger Mitglieder boten Kuchen an. Die Einnahmen sollen der Jugendarbeit des Vereins zugute kommen. „Die Kinder freuen sich, wenn sie zum Beispiel mal einen Ausflug machen und woanders übernachten dürfen“, weiß Tanz-Trainerin Jennifer Rauch. Sie und ihre Trainer-Kollegen hatten gemeinsam mit den Mädchen und Jungen Weihnachtslieder einstudiert, die sie den stolzen Eltern präsentierten.

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