Embsen. Prächtige Farbenspiele, zuckende Blitze und grandiose Funkenregen sollen am Samstag, 4. Dezember, den Nachthimmel erhellen. Unter dem Titel „Licht und Farben“ veranstalten Pyrotechniker Jens Mindermann sowie Licht- und Musikdienstleiter Kevin Marks erstmals ein öffentliches Feuerwerks- und Lichtspektakel.
Der Abend beginnt um 18 Uhr mit dem Vorschießen von Messeneuheiten der Klasse 2. Diese können im Gegensatz zu den Profi-Böllern (Klasse 4) in den drei Verkaufstagen vor Silvester von jedermann über 18 Jahren erworben werden. „In diesem Jahr möchte ich als Pyrotechniker einen eigenen Silvester-Feuerwerksverkauf aufziehen. Damit die Leute nicht die sprichwörtliche Katze im Sack kaufen, können sie die Effekte beim Vorschießen begutachten“, so Jens Mindermann. Es folgen eine Lasershow und als krönender Abschluss ein Musikfeuerwerk.
Als Festplatz haben sich die beiden Organisatoren auf den Embser Sportplatz festgelegt, auch bekannt als Osterfeuerplatz zwischen Embsen und Oyten. Vor Ort wird eine kleine Budenstadt aufgebaut. Wärmende Getränke wie Glühwein, Kinderpunsch und Kakao werden angeboten. Außerdem gibt es Bratwurst, Schmalzkuchen und Berliner.
Mit dem Aufbau des großen Feuerwerks startet Jens Mindermann bereits im Morgengrauen. Dabei bekommt er Unterstützung von einem weiteren Pyrotechniker aus Dresden. „Alleine wäre die Arbeit nicht zu schaffen“, erzählt der Borsteler. Beispielsweise müssen dutzende Löcher ausgehoben werden, um die Abschussvorrichtungen zu befestigen. Außerdem müssen mehrere Kilometer Kabel verlegt werden, denn gestartet werden die Raketen und Bomben nicht mit dem Streichholz, sondern durch elektronische Impulse.
„Einerseits aus Sicherheitsgründen, andererseits lassen sich die Effekte so ganz genau zur Musik am Himmel positionieren“, erzählt der Pyrotechniker.Zu welcher Musik das Feuerwerk abgebrannt wird, möchten die beiden Organisatoren noch nicht verraten. „Es soll eine Überraschung werden“, kündigen sie an. Auch zu den Pyro-Effekten soll noch nicht viel an die Öffentlichkeit dringen. „Während des Musikfeuerwerks verpulvern wir Effekte im Wert von über 2500 Euro“, so Jens Mindermann. Die Kosten werden teilweise von lokaler Unternehmen getragen, die die Veranstaltung sponsern.
Bei dem wohl spektakulärsten Teil der Show werden Bomben in den Embser Nachthimmel geschossen, die einen Durchmesser von 150 Millimetern haben. Sorge vor Blindgängern braucht das Publikum nicht zu haben. Das Feuerwerk wird über 200 Meter von den Schaulustigen entfernt gestartet. „Mit etwas Abstand lässt sich das Spektakel sowieso besser genießen“, sagt Jens Mindermann.Für das passende Ambiente auf dem Festplatz ist Lichtkünstler Kevin Marks von der Firma AKP-Music zuständig. Mit farbigen Scheinwerfern wird er beispielsweise die Bäume entlang des Platzes kunstvoll in Szene setzen.
„Für mich wäre es ein Traum, wenn an dem Tag eine kleine Schneedecke liegt, denn dann wirken die Effekte noch eindrucksvoller“, erzählt Kevin Marks. Hauptsächlich möchte er mit hellen Rot- und Weißtönen arbeiten. „Das gibt ein romantisches Flair“, so der Achimer. Bevor das Musikfeuerwerk gezündet wird, präsentiert er als Einstimmung eine Lasershow über den Köpfen der Zuschauer.