Silberne Ehrennadel für Brigitte Bode

Verden. Vor 16 Jahren erhielt Brigitte Bode von ihrem Arzt die Diagnose: Multiple Sklerose. „Ich suchte Rat bei der MS-Kontaktgruppe. Anfangs hatte ich ein mulmiges Gefühl, war aber schnell begeistert“, so die Badenerin.

Frank Schade (links) überreichte Brigitte Bode eine silberne Ehrennadel.

Frank Schade (links) überreichte Brigitte Bode eine silberne Ehrennadel.

Vor zehn Jahren übernahm sie den Vorsitz der Selbsthilfegruppe im Landkreis Verden. Bei der Feier zum 30-jährigen Bestehen der Kontaktgruppe im Café im Clüverhaus wurde sie nun mit einer silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.

„Sie geben Multiple Sklerose eine Stimme. Sie sind seit über zehn Jahren immer für die Kontaktgruppe im Landkreis Verden da“, lobte Frank Schade vom Landesvorstand der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft. Außerdem begründete er die Auszeichnung von Brigitte Bode mit ihrem großen menschlichen und zeitlichen Engagement. „Sie leitet die Gruppentreffen in Achim, Verden und Dörverden. Sie organisiert Ausflüge und ist auch auf Landesebene in vielen Gremien aktiv“, so Schade. Er dankte auch ihrem Ehemann Günter. Der unterstützt seine Frau bei der Leitung der Kontaktgruppe.

Ein Lob gab es auch von Landrat Peter Bohlmann, der im Jahr 2006 die Schirmherrschaft über die MS-Kontaktgruppe im Landkreis Verden übernommen hat. „Für mich ist das eine Ehre“, so Peter Bohlmann bei der Feier. „Ich möchte der ganzen Gruppe gratulieren, ihr Engagement ist unverzichtbar. Hier wird sehr erfolgreich gearbeitet. Alle Beteiligten können stolz auf das 30-jährige Bestehen sein. Das ist für eine Selbsthilfegruppe ein stolzes Alter“, so der Landrat.

Auch Anneliese Laborius nutzte den Festakt für eine kleine Ansprache. Sie hat die Kontaktgruppe im Landkreis mitgegründet und 20 Jahre lang als Vorsitzende geführt. „Vor 30 Jahren wurde das Thema Multiple Sklerose totgeschwiegen. Ich selbst habe von den Ärzten Kontakte nur unter der Hand bekommen. Heute ist das glücklicherweise anders. Jeder hat sofort einen Ansprechpartner“, so Anneliese Laborius. Sie lobte bei der Gelegenheit auch die verstärkte Forschungsarbeit: „Medikamentös kann man inzwischen eine Menge erreichen.“

Tags: