Achim. „Möge uns Ryanair noch lange erhalten bleiben, damit wir günstig von Bremen aus nach Riga fliegen können“, scherzte Bürgermeister Uwe Kellner. Er begrüßte am Montag 18 Schüler und drei Lehrer aus Achims lettischer Partnerstadt Cesis im Rathaus.
Die Gruppe besucht seit einigen Tagen das Gymnasium am Markt (GamMa). Neben der Teilnahme am Unterricht stehen Ausflüge auf dem Programm.
„Die Zusammenarbeit der lettischen und deutschen Schüler läuft hervorragend“, freut sich der stellvertretende GamMa-Schulleiter Hermann Schröder. In diesem Jahr war der Schüleraustausch so begehrt, dass er einige seiner Schützlinge auf das nächste Jahr vertrösten musste. „Natürlich würde ich mich freuen, wenn der Austausch auch in den kommenden Jahren von der Stadt und dem Fördervereins Städtepartnerschaft Achim-Cesis unterstützt wird. Er kann mit der Unterstützung von Uwe Kellner rechnen. „Wir konnten in diesem Jahr schon mehrere Besucher aus Cesis empfangen. Auch ich wünsche mir eine lange freundschaftliche Beziehung“, so der Bürgermeister in seiner kleinen Ansprache. Ihm ist es wichtig, dass sich Deutsche und Letten nicht nur gegenseitig kennenlernen, sondern auch in Kontakt bleiben.
Da die GamMa-Schüler kein Lettisch sprechen, die Gäste keinen Deutschunterricht an ihrem Gymnasium haben, tauschen sich die Schüler auf Englisch aus. Zumindest Sprachlich nützt das Projekt deshalb beiden Seiten.
„Eigentlich ähneln sich unsere Schulen sehr, aber einige kleine Unterschiede gibt es dann doch“, erzählt Austauschschülerin Elina. Beispielsweise scheinen die Deutschen höflicher zu sein. Man hört oft die Wörter Danke und Bitte. Dafür achten wir Letten mehr auf stilvolle Kleidung, besonders wir Frauen“, so Elina.