Oyten. Zwei Transporte ohne und drei Transporte mit Beanstandungen – das ist das durchwachsene Ergebnis einer Kontrolle von Tiertransporten, die eine Fachgruppe aus Polizisten und einer Amtstierärztin des Landkreises vergangene Woche auf der Autobahn durchführte.
Das Ergebnis: Zwei Tiertransporter wiesen keinerlei Mängel auf, darunter auch ein Fahrzeug eines im Landkreis ansässigen Unternehmens, das Schlachtschweine geladen hatte. Zwei Fahrzeuge von Viehhandelsunternehmen hatten gegen Dokumentationspflichten verstoßen. In einem anderen Fall wurde ein gravierender Verstoß gegen Tierschutzregelungen festgestellt. Bei einer doppelstöckigen Verladung von Schlachtbullen waren die größten Tiere im Oberdeck des Anhängers untergebracht worden, dessen Deckenhöhe jedoch nicht ausreichte, so dass die Tiere mit den Rücken an der Decke entlang scheuerten.
„Eine Verladung dieser Tiere auf der Zugmaschine statt auf dem Anhänger hätte das verhindern können“, erklärt Amtstierärztin Dr. Christine Hoyer vom Fachdienst Veterinärdienst und Verbraucherschutz des Landkreises. Infolge der Beanstandung wurde der Transport an seinen Verladeort zurückgewiesen. Dort wurden die Tiere unter amtstierärztlicher Aufsicht abgeladen und nach zweistündiger Pause neu sortiert und verladen.
Vier Jahre arbeiten Polizei und Landkreis jetzt bereits in Sachen Tierschutz zusammen. Trotz einiger erfreulicher Ergebnisse aber lassen, so der Tenor beider Behörden, nicht tierschutzgerechte Transporte wie der jetzt beanstandete Bullentransport die regelmäßigen gemeinsamen Kontrollen weiterhin notwendig erscheinen.