Achim. Noch fällt dem Amerikaner Joseph Griffin Copeland die deutsche Sprache schwer. Kein wunder, sein Deutschkurs beginnt erst in zwei Wochen. Der 17-Jährige wird ein Jahr lang in Achim leben. Im Gegenzug reisen Achimer in ferne Länder. Ermöglicht wurde der Austausch von dem Achimer Rotary-Club.
Eigentlich sollte auch Diego Rodriguez aus Venezuela längst in Deutschland sein. Doch seine Reise verzögert sich wegen Visum-Problemen um einen Monat. „In seinem Heimatland ist ein Visum schwer zu bekommen und teuer, während man sonst meist 70 Euro zahlt, muss man für Venezuela 500 Euro auf den Tisch legen“, erzählt René Hartwig. Er koordiniert seit einigen Jahren die Jugendarbeit von Rotary.
In Deutschland sind die jungen Leute meistens bei Familien untergebracht, deren Kinder selbst für ein Jahr ins Ausland reisen. Zweimal gibt es einen Familienwechsel. Doch da in diesem Jahr die beiden Brüder Tibur und Felix Mitrovics nach Brasilien und Argentinien reisen, ist dies noch nicht möglich. „Deshalb suchen wir noch nach einer Familie, die einen jungen Mann ab Januar für drei Monate aufnehmen kann. Bis dahin ist der Deutschkurs absolviert“, sagt René Hartwig. Weitere Informationen gibt es per E-Mail unter: rene.hartwig@deuma.de.
In jedem Jahr beherbergen die Achimer Rotarier für vier Wochen auch wieder den Gewinner eines Englisch-Sprachwettbewerbs in Taiwan. In diesem Jahr konnte sich der 22-jährige Adam Huang durchsetzen. Anfang des Monats wurde er von seiner ersten Gastfamilie und Bernd Franz abgeholt. Dieser ist Koordinator seines Aufenthaltes. Da er selbst über zehn Jahre in Taiwan tätig war und ehemaliges Mitglied im Rotary Club Taipeh ist, hat er den Kontakt nach Taiwan hergestellt.