Cluvenhagen. Mit einem modernen Passagierflugzeug kann man die Strecke Bremen – Valencia in ungefähr drei Stunden zurücklegen. Frithjof Fehsenfeld und Stefan Hübner entschieden sich für einen abenteuerlicheren Weg. Sie legten die 2200 Kilometer mit dem Fahrrad zurück.

Über einen Empfang ihrer Freunde konnten sich Frithjof Fehsenfeld und Stefan Hübner in Cluvenhagen freuen.
Nur 21 Tage benötigten die beiden jungen Männer aus Cluvenhagen für die Tour. Nach ihrer letzten, 130 Kilometer langen Etappe, wurden sie von ihren Familien und Freunden in Empfang genommen.
„Der Empfang ist Wahnsinn“, freut sich Stefan Hübner. Zwar hatte eins der Räder kurz vor dem Ziel noch einen Platten, aber der Wiedersehensfreude konnte dies nicht trüben. Die Familie Fehsenfeld überraschte ihren Sohn bei Blender, die Familie Hübner hatte sich wenige Kilometer weiter bei Intschede positioniert. Die guten Freunde warteten mit Deutschland- und Spanienfahnen am Reiseziel in Cluvenhagen.
Trotz der Distanz klagte keiner der Sportler über Muskelkater. „Die Sättel sind einigermaßen bequem und nach 60 Kilometern hat man sich eingefahren“, so Stefan Hübner. Übrigens lässt es sich in Spanien und Frankreich besser Radfahren als in Deutschland. „Hier wird von den Autofahrern sofort gehupt, wenn man auf der Straße fährt“, sagt Frithjof Fehsenfeld.
Die Reise der beiden jungen Männer begann Mitte Juli in Valencia. Ihren Starttermin hatten sie bewusst so gelegt, dass sie das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft auf keinen Fall verpassen. Die Strecke führte entlang der spanischen Mittelmeerküste über Barcelona und die Pyrenäen nach Frankreich. Von dort aus radelten sie durch die Städte Montpellier, Nímes, Lyon, Besancony und Mulhouse nach Deutschland. Dort ging es entlang des Rheins nach Karlsruhe. Anschließend ging es über Frankfurt über Kassel entlang des Weser-Radwegs bis nach Hause. „Zum Glück liegt Cluvenhagen nur einen Kilometer seitlich der Weser“, scherzten die Beiden nach ihrer Ankunft.
Während ihrer 21-tägigen Reise haben Frithjof Fehsenfeld und Stefan Hübner gebloggt. Auf www.vlc-hb.blogspot.com lässt sich nachlesen, was die Radsportler alles erlebt haben. Vielleicht wird das Reisetagebuch im kommenden Jahr um eine Fahrradtour reicher, denn die Beiden denken schon über eine Fortsetzung nach.