Achim. Das mittlerweile 15. Geschichtsheft der Geschichtswerkstatt Achim ist ab sofort im gut sortieren Buchhandel erhältlich. Zum Selbstkostenpreis von 3 Euro gibt es auf vielen Seiten Geschichten und Hintergrundinformationen mitten aus dem Leben der Weserstadt.
„Das 15. Geschichtsheft bietet einen besonders bunten Themenmix“, erklärte Heft-Koordinator Werner Esdohr. Beispielsweise wird über die Stationierung von Flugabwehrgeschützen in Bollen während des Zweiten Weltkrieges berichtet. Viel Platz nimmt die Geschichte der Hünenburg ein. Hobby-Historiker Karl-Heinz Hildebrand hat viel Zeit aufgewendet, um die Geschichte der Anlage zu erforschen. Er hat in zahlreichen Archiven nach Unterlagen gesucht und fand alte Bilder von Wallanlage und Villa in privaten Fotoalben.
In dem 15. Achimer Geschichtsheft gibt es außerdem den Zeitzeugenbericht „So war Alt-Achim wirklich“ von einem 1886 geborenen Achimer. Weitere Geschichten gibt es über die Zigarrenmacherindustrie, über historische Filterwerkzeuge aus der Region und den Fußballverein „Sportklub Bollen“. Viele Bilder zeigen den Wandel des Öllagers vom Truppenübungsplatz hin zu einem Stadtwald mit am Rand gelegener Wohnbebauung. Elke Gerbers hat ein Rittermärchen beigesteuert.
Das 16. Achimer Geschichtsheft ist auch schon in Planung und soll noch im Herbst diesen Jahres erhältlich sein. „Die Titelgeschichte ist schon fertig geschrieben“, kündigt Werner Esdohr an. Edith Bielefeld hat viele Informationen über türkische Männer zusammengetragen, als diese nach Achim kamen, um in der Stadt zu arbeiten. Viele fanden eine Anstellung bei der Firma Runge. Inzwischen lebt die zweite Generation der damaligen Auswanderer in Achim. Edith Bielefeld hat dazu viele Bilder und Dokumente gesammelt.