Achim. Durch lockeren Pulverschnee zu spazieren macht Spaß. Doch ist die Schneedecke erstmal festgetreten, wird es schnell spiegelglatt, dann hört der winterliche Spaß schnell auf. Doch noch unschöner wird es, wenn sich der Schnee durch Tauwetter in grauen Matsch verwandelt. Dann werden nicht nur die Füße nass, sondern es herrscht noch extremere Rutschgefahr – besonders wenn die Pampe in den Abendstunden zu einer großen Eisfläche gefriert.
Erst Pulverschnee, dann Eis und später Matsch – die Achimer konnten die verschiedenen Aggregatzustände in den vergangenen Tagen hautnah erleben – mitten in ihrer Innenstadt.
Am Freitagabend legte sich eine mehrere Zentimeter starke Schneedecke über die Fußgängerzone. Nachts drehte dann ein Schneepflug eine Runde über die Obernstraße. Doch richtig geräumt wurde nicht.
Am Samstag schlitterten viele Wochenmarktbesucher unsicher zwischen den Ständen umher. Die rutschige Schicht hatte bis Montagmorgen bestand. Dann verwandelte Tauwetter das Eis in grauen Matsch.
„Anfangs freuen sich alle über das schicke Weiß, wenn Tauwetter einsetzt will aber keiner den Matsch hinnehmen“, sagt Axel Rumsfeld von der gleichnamigen Goldschmiede. Vor dieser konnten Passanten übrigens unbeschwert flanieren. „Ich bin Handwerker, klar das ich da noch selbst zum Schneeschieber greife und rund um meinen Laden den Schnee beiseite schiebe.“
Damit gehörte er zu einer kleinen Minderheit. Nur vor wenigen Geschäften war die Rutschgefahr entschärft worden. Fleißig war auch Davide Nappa vom Eiscafé „Etna“ am Bibliotheksplatz. Nachdem er Sonntagabend zwei Stunden lang den frisch gefallenen Schnee geschippt hatte, hinterließ er auf dem Bibliotheksplatz eine riesige und romantische Liebesbotschaft für seine Lebensgefährtin.