Zum Erste, zum Zweiten und zum Dritten

Achim. „Jungs, wir brauchen mehr Kohle, die Stadt ist fast pleite“, versucht Manfred Masanek noch mehr Geld für ein Damenrad zu bekommen. Schließlich bietet jemand 20 Euro, worauf Manfred Masanek „zum Dritten“ ruft und mit dem Holzhammer aufs Rednerpult schlägt.

Viel los war am Sonnabend im Rathaus. Dort wurden nicht abgeholte Fundsachen wie Fahrräder, Handys und Schmuck versteigert.

Viel los war am Sonnabend im Rathaus. Dort wurden nicht abgeholte Fundsachen wie Fahrräder, Handys und Schmuck versteigert.

Seit Sonnabend ist der Bassener nicht nur als Marktmeister und Vorstandsmitglieder der City Initiative Achim (CIA) aktiv, sondern auch für die städtischen Versteigerungen zuständig. Mit vielen guten Sprüchen und zügig fertigte er am Sonnabend die üblichen Posten ab. Fahrräder, Handys und Schmuckstücke, die beim Fundamt abgegeben aber niemals abgeholt wurden, suchten neue Besitzer.

leines Highlight der Auktion war ein mehrere Meter langes Werbebanner. „Keiner weiß, wo es herkommt“, erzählt der Auktionator und verdeckt mit seinem Körper ein goldenes „M“. Schnell wurde es für einen Euro an Uwe Rohlfs verkauft. „Es ist für den Partyraum, die beworbenen Speisen biete ich aber nicht an“, erzählt der Achimer.

Gute Stimmung kam auch auf, als der Auktionator spontan einen Reisegutschein zur Autostadt Wolfsburg zu einem rostigen Fahrrad packte. „Den Stadttombola-Gewinn hat mir eben eine junge Frau in die Hand gedrückt, die kein Interesse an dem Ausflug hat“, so Masanek. Nach einem Bieterduell ging der Drahtesel für 30 Euro über den Tresen. Der Reisegutschein wurde obendrauf gepackt.

Nach der Auktion zeigte sich Manfred Masanek zufrieden. „Wir sind alles losgeworden, aber künftig werden die Auktionen später als 9 Uhr beginnen“, erzählt er.

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