Achim. Erst vor zwei Wochen haben die neuen Kameraden der Achimer Ortsfeuerwehr den ersten Teil ihrer Truppmannausbildung bestanden, schon wartete eine große Einsatzübung auf die freiwilligen Helfer. „Feuer im Achimer Gefängnis, Personen im Gebäude eingeschlossen“, krächzte es aus den Funkgeräten.
Wie im Ernstfall zeitversetzt, bloß ohne Blaulicht und Martinshorn, rückten die Fahrzeuge heute Abend gegen 20 Uhr in Richtung Amtsgericht aus. Am Anfang der Fußgängerzone eingetroffen mussten die Fahrzeuge möglichst schnell mit Wasser versorgt werden und die Evakuierung des mit Freigängern belegten Gefängnisses durchgespielt werden.
Außerdem meldeten die Wärter mindestens zwei eingeschlossene Personen im Kellergeschoss. Unter schwerem Atemschutz suchte der Atemschutztrupp nach den vermissten Menschen. Dazu mussten die Feuerwehrleute alle Winkel in den weitläufigen Kellerräumen durchsuchen. Nach wenigen Minuten hatten die Brandbekämpfer den ersten Dummy, wenig später auch den zweiten Dummy gerettet.
Frank Boblat, Pressesprecher der Achimer Ortsfeuerwehr, konnte schon nach einer halben Stunde ein durchweg positives Fazit der Übung ziehen: „Alle Feuerwehrleute wussten sofort wie sie vorzugehen hatten.“ Besonders zufrieden war er mit einem gespielten Atemschutzunfall. „Sein Kamerad hat sofort die Situartion erkannt und nach der wartenden Verstärkung gefunkt. Der Rettungstrupp hat daraufhin sofort und richtig reagiert“, lobt Frank Boblat.
Gegen 21 Uhr konnten die Achimer Feuerwehrleute ihr Equipment zusammenpacken und den Rückweg zu ihrem Feuerwehrhaus antreten. Dort wurde der Übungsverlauf noch einmal genau durchgesprochen.