Achim. Ein kleines Jubiläum gab es in den vergangene Wochen am Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium zu feiern. Im zehnten Jahr in Folge konnte die Einrichtung Schüler aus dem Gimnazjum nr.1 in Górowo, der polnischen Partnerschule des Gymnasiums, begrüßen. 17 Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren, die meisten davon zum ersten Mal in Deutschland, erlebten hier ein vielseitiges Programm.
Betreut wurden die Schüler vom Sozialpädagogen der Partnerschule Roman Petrecki und der stellvertretenden Schulleiterin Alicja Kaminska. Auf deutscher Seite hatten Helmrich Folkers, Gesa Knop und Dr. Volker Kemlein die Organisation übernommen.
Die Austauschschüler waren wieder in Gastfamilien untergebracht – von Emtinghausen bis Fischerhude. Elf Polen besuchten während ihres Aufenthaltes die Zweigstelle des Gymnasiums in Ottersberg, wo sich der stellvertretende Schulleiter Ferdinand Pals engagiert um eine gastfreundliche Aufnahme und Betreuung kümmerte.
Neben den offiziellen Terminen wie einem Empfang bei Landrat Peter Bohlmann und Stadtrundgänge durch Achim, Verden, Bremen und Hamburg kam auch der Spaß für die Jugendlichen nicht zu kurz. Höhepunkt war wie in jedem Jahr ein Ausflug in den Heidepark Soltau. „Den müssten wir nach Górowo verpflanzen“, zeigte sich der 15-jährige Maciej Zylis ganz begeistert. Außerdem besuchten die Teenager mit ihren Austauschpartnern örtliche Feste wie den Thänhuser Markt oder den Ottersberger Herbstmarkt.
Volker Kemlein zeigt sich vom Engagement der deutschen Eltern beeindruckt. Besonders als eine deutsche Schülerin wegen eines Beinbruchs ausfiel, gab es für die Organisatoren nur kurz eine Krisensituation. Eine Familie nahm spontan die „verwaiste“ Gastschülerin zusätzlich auf.
„So ein Austausch bedeutet eine Menge zusätzlicher Arbeit. Aber wenn man dann sieht, wie sich in diesen zehn Tagen die Kontakte und Freundschaften zwischen den jungen Leuten – und auch ihre sprachlichen Möglichkeiten – entwickeln, weiß man, dass es sich lohnt“, so Lehrer Helmrich Folkers.
Am Dienstagabend hieß es dann Abschied nehmen. Die jungen Polen reisten mit einem Bus zurück in ihr Heimatland. Wie in jedem Jahr fiel den Schülern der Abschied schwer, denn am Vorabend hatten sie noch zusammen bei einer großen Party bis in den späten Abend gefeiert.
Einige der deutschen Teilnehmer können sich aber schon auf ein Wiedersehen in Górowo freuen. Die Achimer Schüler wollen im Mai zum Gegenbesuch aufbrechen.