Kreisfeuerwehrbereitschaft Nienburg übt in Baden

Baden. Mehrere Großbrände und Verkehrsunfälle binnen kurzer Zeit – am Wochenende gab es in Baden viele Blaulichteinsätze zu sehen. Doch handelte es sich nicht um Ernstfälle, sondern Übungsszenarien. Die Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Nienburg veranstaltete eine Katastrophenschutzübung.Rund 150 Nienburger Feuerwehrleute mit über 30 Fahrzeugen beteiligten sich daran. Zusätzlich die Ortsfeuerwehren Baden sowie Achim und Oyten mit ihren Drehleitern.

Den Beginn des Übungswochenendes leitete Badens Ortsbrandmeister Lutz Schröder am Freitagabend ein. Um 20.39 Uhr rief er die Leitstelle an. Diese alarmierte seine Kameraden, um einen fiktiven Containerbrand hinter einem Supermarkt zu löschen.

Am Einsatzort eingetroffen wurde schnell festgestellt, dass die Flammen bereits auf das Gebäude übergegriffen hatten. Zusätzlich reichte die Wasserversorgung aus einem Hydranten nicht aus. Der Gruppenführer forderte daraufhin Verstärkung an.

Die Übungsleiter alarmierten anschließend die Fachzüge Wassertransport und Wasserförderung der Kreisfeuerwehrbereitschaft. Diese standen im Badener Industriegebiet in Bereitstellung und fuhren mit zirka 20 Fahrzeugen im Blaulicht-Konvoi einmal quer durch Baden zum Edeka-Neukauf-Supermarkt am Lahof. Die Feuerwehrleute zapften mit einer Pumpe die Alte Aller an und legten eine fast einen Kilometer lange Schlauchleitung.

In der Nähe des Supermarktes kam es dann jedoch zu einem echten Einsatz. Ein Feuerwehrwagen versank beim Rangieren im schlammigen Untergrund. Der Rüstwagen der Achimer Ortswehr musste den Lkw mit einem Stahlseil freiziehen.

Unterdessen musste der Fachzug Rüst und Rettung einen Verkehrsunfall in der Marsch suchen. Dort hatte ein Traktor ein Fahrzeug gerammt, welches nun im Graben lag und den Fahrer unter sich begraben hatte. Erschwert wurde die Übung durch ein Metallteil, dass im Bauch des Dummys steckte.

Während die Feuerwehrleute kräftig ins Schwitzen kamen, richteten weitere Einsatzkräfte den Schlafplatz ein. Die Nienburger kamen in der Lahofhalle unter. Dort wurden Feldbetten aufgebaut und ein Verpflegungstrupp bereitete ein Abendessen vor.

Am Sonnabend ging das Übungswochenende schon früh am Morgen mit technischen Hilfeleistungen und einem Moorbrand, bei dem auch das Achimer THW mitwirkte, weiter.

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