Achim. „Den Alltag im Achimer Gefängnis habe ich mir anders vorgestellt. Beispielsweise dass es Arbeitsräume im Keller gibt“, sagt Niklas Turner. „Die Zellen sind um einiges Kleiner als mein Zimmer zu Hause“, erzählt Joshua Kastendick.
Beide sind Mitglied der Jugendfeuerwehr Uphusen. Diese stattete dem Gefängnis, in dem Freigänger untergebracht sind, einen Besuch ab.
Die Führung fand im Rahmen eines Projekts statt, dass die Mitglieder der Jugendfeuerwehr im Rahmen ihrer Jugendflamme organisiert haben. Bei der Jugendflamme handelt es sich um ein Abzeichen, dass jedes Jugendfeuerwehrmitglied erringen kann, wenn bestimmte Leistungen erfüllt werden. Die Aufgaben stammen aus den Bereichen Geschicklichkeit, Kreativität, Sportlichkeit und natürlich dem Bereich feuerwehrtechnisches Wissen.
Einige Uphuser wollen in diesem Jahr die dritte und somit höchste Stufe der Jugendflamme erreichen. Deswegen hatten sie das Sozialprojekt ins Leben gerufen.
Start war eine Gesprächsrunde mit einem ehemaligen Häftling. Dieser erzählte den Kindern und Jugendlichen, wie er kriminell wurde und später im Gefängnis landete. Zum Projektabschluss bekommt die Jugendfeuerwehr demnächst Besuch von einem Polizisten. Dieser erzählt, wie schnell man ins kriminelle Milieu hineinrutschen kann.